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Bankenabgabe entzweit EU

Madrid - In der Europäischen Union ist ein offener Streit über eine mögliche Bankenabgabe zur Finanzierung der Milliardenkosten aus der Wirtschaftskrise entbrannt. „Ich würde nicht sagen, dass es einen Konsens gibt“, sagte die spanische Finanzministerin Elena Salgado nach Beratungen der EU-Ressortchefs. Salgado sagte, es sei noch völlig offen, ob die Finanzindustrie am Ende mit einer Branchensteuer oder -abgabe zur Kasse gebeten werden könnte – oder ob eine Steuer auf einzelne Transaktionen eingeführt werde. Die EU-Kommission will nach Angaben von Rehn im Juni erste Vorschläge machen. dpa



Immobilienfonds brechen ein

Frankfurt am Main/New York - Die Liste der strauchelnden Immobilienfonds wird immer länger: Nach Fonds der US-Banken Morgan Stanley und Goldman Sachs gibt es nun auch in einem von der Deutschen Bank verwalteten Fonds Probleme. Der „Rreef America Reit III“ war massiv im Wert gefallen, so dass das Frankfurter Geldhaus einschreiten musste. „Wir haben für den Fonds eine Restrukturierungslösung erarbeitet, bei der die Deutsche Bank, Kreditgeber und Investoren einen Beitrag geleistet haben“, sagte ein Sprecher. Privatinvestoren seien nicht betroffen. Zu dem Fonds gehören Wolkenkratzer in Philadelphia und Büros im Silicon Valley. dpa



Optimistische Wachstumsprognose

Berlin/Hamburg - Die Bundesregierung ist in ihrer Frühjahrsprognose zum Aufschwung 2011 optimistischer als die Top-Ökonomen. Die deutsche Wirtschaft wachse nach Einschätzung der Regierung in diesem Jahr um 1,4 Prozent und im kommenden Jahr um 1,6 Prozent, berichtet der „Spiegel“. Die führenden Wirtschaftsinstitute waren in ihrer am Donnerstag vorgestellten Prognose für 2010 von einem Wachstum von 1,5 Prozent ausgegangen. Für 2011 rechnen sie mit einem Konjunkturplus von nur 1,4 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen werde dann wie im vergangenen Jahr durchschnittlich bei 3,4 Millionen Menschen liegen. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) will die Prognose am kommenden Mittwoch vorstellen. dpa

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