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Deutsche trinken weniger Bier

Wiesbaden - Zum dritten Mal in Folge ist 2009 der Bierkonsum in Deutschland gesunken – im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Millionen auf 86,1 Millionen Hektoliter. Im vergangenen Jahr habe jeder potenzielle Biertrinker über 14 Jahre im Schnitt 121,4 Liter geschluckt, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mit. Das entspreche einer kleinen Flasche Bier am Tag. Der Spitzenwert beim jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch nach der deutschen Wiedervereinigung war 1992 gemessen worden: 171,3 Liter. Laut Europäischem Brauereiverband wird nur in Tschechien noch mehr Bier getrunken als in Deutschland. dpa

Kaum Arbeitskämpfe

Düsseldorf - Arbeitskämpfe haben im Krisenjahr 2009 die deutsche Wirtschaft deutlich weniger belastet als ein Jahr zuvor. Das gewerkschaftsnahe Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung zählte rund 420 000 Streikende, rund eine Million weniger als 2008. Auch die Zahl der geschätzten Ausfalltage lag mit knapp 400 000 unter dem Vorjahresvolumen von rund 540 000 Tagen, teilte das WSI am Dienstag in Düsseldorf mit. Stark beeinflusst war diese Entwicklung durch die großen Warnstreiks in der Metallindustrie vor zwei Jahren. dpa

IPhone-Prototyp sorgt für Aufregung

New York - Ein Apple-Programmierer soll einen hochgeheimen iPhone-Prototypen in einer deutschen Bar in Kalifornien liegengelassen haben. Das Unternehmen bestätigte die Berichte des Technologie-Blogs „Gizmodo“ zumindest indirekt: Die Internet-Publikation veröffentlichte am Dienstag einen Brief von Apple-Chefjustiziar Bruce Sewell mit der Aufforderung, das Gerät herauszurücken. Wenn es sich tatsächlich um eine Testversion der für den Sommer erwarteten neuen iPhone- Generation handelt, wäre es das erste Mal, dass Apple, das für seine strenge Geheimhaltungspolitik bekannt ist, ein solcher Schnitzer passiert. Das Gerät ist laut dem „Gizmodo“-Bericht schlanker als die aktuelle Generation, hat aber trotzdem eine längere Akku-Laufzeit. Es verfügt über eine zweite Kamera auf der Vorderseite, die für Videotelefonate genutzt werden könnte. dpa

Oettinger verteidigt Endlager

Brüssel - Der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg und neue EU-Kommissar für Energie, Günther Oettinger, hat Deutschland und die anderen EU-Mitgliedsstaaten aufgefordert, nationale Lösungen für die Endlagerung von atomaren Abfällen zu suchen. „Ich will keinen Atommüllexport“, sagte Oettinger am Dienstag dem Tagesspiegel in Brüssel. Oettinger sprach dem heutigen Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) sein Vertrauen aus. „Ich gehe davon aus, dass der Suchlauf, der sich jetzt wieder auf Gorleben konzentriert, Standards beinhaltet, die nicht durch die EU nachgebessert werden müssen.“ czi

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