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Mehr Frauen in Aufsichtsräte

Berlin - Der Personalvorstand der Deutschen Telekom, Thomas Sattelberger, unterzeichnete am Mittwoch gemeinsam mit der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Renate Künast die „Nürnberger Resolution“. Anlass war eine Veranstaltung der Grünen zum Thema „Frauen in die Aufsichtsräte“. Die parteiübergreifende „Nürnberger Resolution“ fordert bis 2013 eine gesetzliche Regelung, die eine Frauenquote von 40 Prozent in den Aufsichtsräten der börsennotierten Unternehmen vorschreibt. Die Deutsche Telekom hat als erster Dax-Konzern eine verbindliche Frauenquote für das mittlere und obere Management vorgeschrieben. lvb

Ackermann soll wegen IKB aussagen Düsseldorf - Im Prozess um die teure Beinahe-Pleite der IKB-Bank sollen Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und der Finanz-Staatssekretär der Bundesregierung, Jörg Asmussen, als Zeugen gehört werden. Asmussen sei bereits geladen, bei Ackermann sei dies von Staatsanwaltschaft und Verteidigung angeregt worden, bestätigte ein Sprecher des Düsseldorfer Landgerichts am Mittwoch auf Anfrage. In dem Prozess muss sich der ehemalige IKB-Chef Stefan Ortseifen verantworten. Er hatte sämtliche Anklagevorwürfe zurückgewiesen und seinerseits die Deutsche Bank für den Niedergang verantwortlich gemacht. dpa

Griechenland-Skepsis steigt

Athen - Trotz der milliardenschweren Bemühungen zur Bewältigung der Schuldenkrise in Griechenland sind die Kosten für griechische Schulden am Mittwoch auf ein neues Rekordhoch gestiegen. In Athen begannen derweil die internationalen Verhandlungen über mögliche Nothilfen für Griechenland. Griechenland ist hoch verschuldet und muss im Mai neue Kredite über zehn Milliarden Euro aufnehmen. Für zehnjährige griechische Staatsanleihen verlangten Investoren am Mittwoch 8,279 Prozent Rendite – der höchste Wert seit Griechenlands Beitritt zur Euro-Zone. Der erneute rasante Anstieg spiegelt die wachsenden Zweifel der Märkte daran wider, dass Griechenland seine massiven Staatsschulden zurückzahlen kann. Noch vor einem Monat hatte die Rendite bei etwa von 6,3 Prozent gelegen. AFP

Weniger Deutsche gehen in die Lehre

Wiesbaden - Im Krisenjahr 2009 ist die Zahl der Ausbildungsverträge in Deutschland deutlich gesunken. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes vom Mittwoch unterschrieben 561 300 Jugendliche einen Lehrvertrag und damit 7,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Als mögliche Gründe für den Abwärtstrend nannten die Statistiker neben der Wirtschaftskrise vor allem die demografische Entwicklung und eine verstärkte Neigung von Abiturienten, zu studieren. Überdurchschnittlich stark war der Rückgang in den neuen Ländern einschließlich Berlin, wie die Wiesbadener Behörde mitteilte: Dort brachen die Neuabschlüsse um 13 Prozent oder 14 700 Lehrverträge ein. dpa

Mehr Altersarmut im Osten

Halle - Die Altersarmut wird sich einer Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle zufolge besonders in den östlichen Bundesländern weiter verschärfen. Nach einer Hochrechnung der Einkommen der Altersgruppe 65 bis 70 Jahre für das Jahr 2023 steige der Anteil der Menschen mit Einkünften unterhalb der Schwelle des Armutsrisikos in Westdeutschland um 2,5 Prozentpunkte auf 16,1 Prozent und im Osten um 4,4 Prozentpunkte auf 17,2 Prozent, teilten die Wissenschaftler am Mittwoch mit. Die Ausgangswerte (13,6 sowie 12,8 Prozent) stammen aus dem Jahr 2007. epd

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