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BayernLB kündigt Goldman-Vertrag

Düsseldorf - Goldman Sachs laufen nach Bekanntwerden der Betrugsvorwürfe durch die US-Börsenaufsicht SEC die ersten Kunden weg. Nach Informationen des „Handelsblatts“ aus Finanzkreisen hat die BayernLB ihre Geschäftsbeziehung zu Goldman mit „sofortiger Wirkung“ gekündigt. Ein entsprechendes Schreiben habe der neue BayernLB-Chef Gerd Häusler Anfang der Woche verschickt. Als Grund soll er explizit die Betrugsklage der SEC genannt haben. Derweil gerät die US-Börsenaufsicht im Zusammenhang mit den Betrugsvorwürfen gegen Goldman Sachs überraschend unter Zugzwang. Angeblich stehen die Argumente der SEC auf wackeligen Beinen, berichtete der US-Fernsehsender CNBC. Der Behörde liege die Aussage eines wichtigen Zeugen vor, der einem zentralen Argument der Klage widerspricht. HB

Lidl muss Schlappe einstecken

Hamburg - Der Discounter Lidl darf künftig nicht mehr damit werben, seine Produkte würden unter „Fairhandelsbedingungen“ hergestellt. Die Verbraucherzentrale Hamburg hatte mit der „Kampagne für Saubere Kleidung“ (CCC) und dem „European Center for Constitutional and Human Rights“ (ECCHR) Klage gegen das Unternehmen wegen unlauteren Wettbewerbs eingereicht. Jetzt verpflichtete sich Lidl in einer Unterlassungserklärung, das beanstandete Werbeversprechen zurückzuziehen, gab die Verbraucherzentrale am Mittwoch bekannt. Das Klagebündnis wirft Lidl vor, sich nicht an faire Arbeitsbedingungen zu halten. kna

100 Millionen für Solarforschung

Berlin - Das Bundeskabinett hat am Mittwoch ein Sonderförderprogramm für die Solarindustrie in Höhe von rund 100 Millionen Euro verabschiedet, das vor allem Herstellern in Ostdeutschland zugutekommen soll. Zugleich erwarte die Regierung, dass die Industrie die Summe um 500 Millionen aufstockt, um die Vernetzung mit den deutschen Anlagenausrüstern, die grundlegende Forschung und die Qualifizierung von Fachleuten auszubauen. Zugleich hält die Regierung an dem Plan fest, die Höhe der Einspeisevergütung, die die Produzenten erhalten, um 16 Prozent zu senken. AFP/kph

Deutschland fragt oft bei Google an

San Francisco - Die Bundesrepublik Deutschland hat beim US-Internetkonzern Google 2009 weltweit mit am häufigsten die Löschung von Inhalten beantragt. Von staatlichen deutschen Stellen habe Google in der zweiten Jahreshälfte insgesamt 188 entsprechende Anfragen erhalten, sagte ein Sprecher von Google am Mittwoch. Auch hätten Polizei oder Staatsanwaltschaft oft Informationen über Google-Nutzer angefragt. Google stellte am Dienstag auf seiner Internetseite ein neues Analyseinstrument zur Darstellung von Anfragen von Regierungen und anderen Behörden vor. Bei den Löschanfragen liegt demnach nur Brasilien vor Deutschland. AFP

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