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Osten ist noch benachteiligt

Berlin - Auch zwanzig Jahre nach der deutschen Einheit gibt es zwischen Ost und West starke Unterschiede bei Einkommen und Arbeitsbedingungen. Das ist das Ergebnis einer am Donnerstag vorgestellten Analyse des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. So lag die Wochenarbeitszeit 2009 im Osten bei 38,8 Stunden, im Westen bei 37,4 Stunden. Das Effektivverdienstniveau im Osten erreichte im gleichen Jahr nur 83 Prozent des Westniveaus. Nach einer schnellen Angleichung zu Beginn der neunziger Jahre stagniere die Entwicklung seit mehr als einer Dekade. Eine komplette Angleichung sei kurzfristig nicht abzusehen, erklärte WSI-Experten Reinhard Bispinck. mho

Industrie kommt in Schwung

Berlin - Die Industrie entwickelt sich wegen boomender Exporte immer mehr zum Zugpferd der deutschen Wirtschaft: Die Geschäfte legten im April gemessen am Vormonat im Rekordtempo zu, wie das Markit-Institut am Donnerstag als Ergebnis einer Umfrage unter 500 Unternehmen mitteilte. Der Einkaufsmanagerindex stieg um 1,1 auf 61,3 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit 1996. Auch die Dienstleister setzten ihren Aufwärtstrend fort. Der Einkaufsmanagerindex für den Sektor legte zwar nur um 0,1 auf 55,0 Punkte zu. Das ist aber der höchste Wert seit zweieinhalb Jahren. rtr

Adidas steigert Umsatz und Ergebnis Herzogenaurach - Europas größter Sportartikelhersteller Adidas hat im ersten Quartal einen deutlichen Ergebnisschub verzeichnet. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sei der Konzerngewinn nach vorläufigen Zahlen von 5 auf 168 Millionen Euro gestiegen, teilte Adidas am Donnerstag mit. Beim Umsatz verbuchte der Konzern ein Plus von vier Prozent auf fast 2,7 Milliarden Euro. Nach dem starken ersten Quartal hob Adidas die Prognose für das laufende Jahr an. dpa

Ryanair will doch Kosten erstatten

London - Der Billigflieger Ryanair will seinen Kunden nun doch die gesamten Kosten durch die Flugausfälle aufgrund der Vulkanaschewolke über Europa erstatten. Die Fluggesellschaft werde die Vorschriften aus der entsprechenden EU-Richtlinie umsetzen, erklärte Ryanair-Chef Michael O’Leary am Donnerstag. Noch am Vortag hatte O’Leary angekündigt, sein Unternehmen werde angefallene Ausgaben etwa für Unterkunft und Verpflegung nur bis zur Höhe des gezahlten Ticketpreises erstatten. AFP

GSW bekommt neuen Kontrolleur

Frankfurt am Main - Der ehemalige Vorstandschef des Immobilienkonzerns IVG ist künftig Chefkontrolleur der an die Börse strebenden Berliner Wohnungsgesellschaft GSW. Eckart John von Freyend sei zum Vorsitzenden des neu konstituierten Aufsichtsrates ernannt worden, teilte die GSW am Donnerstag mit. Die ehemals kommunale GSW, die 2004 privatisiert wurde, will noch im zweiten Quartal an die Börse. Zuletzt wurde als Termin Anfang Mai genannt. rtr

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