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Aigner: Verbraucheranfragen gratis



Berlin - Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hat eine positive Bilanz des Verbraucherinformationsgesetzes (VIG) gezogen. In den knapp zwei Jahren seit Inkrafttreten seien bei den Behörden 487 Verbraucheranfragen eingegangen, sagte sie am Freitag. 80 Prozent dieser Anfragen seien „komplett kostenlos“ beantwortet worden, bei 70 Prozent sei die Bearbeitungsfrist eingehalten worden. Aigner widersprach damit der Verbraucherorganisation Foodwatch, die im Januar andere Zahlen vorgestellt hatte. Den Kritikern zufolge waren bei einem Test knapp 80 Prozent der Anfragen unbeantwortet geblieben. Zudem seien gesetzliche Fristen „teilweise massiv überschritten“ und in einigen Fällen Gebühren von über 1000 Euro festgesetzt worden. raw

Umweltschützer verzichten auf Klage Berlin/Stralsund - Nach einer Einigung auf zusätzliche Naturschutzmaßnahmen beim Bau der Ostsee-Pipeline haben die deutschen Umweltschutzorganisationen WWF und BUND ihre Klage gegen das Projekt zurückgezogen. Das Betreiberkonsortium Nord Stream und die zwei Organisationen hätten sich in Verhandlungen darauf verständigt, die Eingriffe in das Ökosystem vor der deutschen Ostseeküste zu reduzieren und weitere Ausgleichsflächen zu schaffen, teilten beide Seiten am Freitag mit. Damit sei auch ein möglicher Baustopp vom Tisch. AFP

Hannover-Messe schlecht besucht

Hamburg - Die Flugverbote wegen der Aschewolke haben den Andrang auf der Hannover- Messe massiv gebremst. Trotzdem berichteten die Veranstalter zum Abschluss der weltgrößten Industrieschau am Freitag von guten Geschäften der Firmen. Die Besucherzahl brach wegen der Sperrung des Luftverkehrs um rund ein Fünftel auf 150 000 ein. Deutlich seien die Rückgänge vor allem aus Asien und Nordamerika gewesen, sagte Cheforganisator Wolfram von Fritsch. rtr

Stahlindustrie im Umbruch

Seoul/Düsseldorf - Kunden der Stahlindustrie müssen sich auf deutliche Preissteigerungen einstellen. Nach ThyssenKrupp und Salzgitter kündigten am Freitag auch die südkoreanischen Unternehmen Posco und Hyundai Steel höhere Preise an. Die Branche reagiert mit der damit auf die neuen Verträge mit den großen Eisenerzproduzenten Vale, BHP Billiton und Rio Tinto. ThyssenKrupp hatte etwa mit Vale einen neuen Vertrag geschlossen, der eine Preiserhöhung von teilweise über 100 Prozent vorsieht. Zudem gilt der Vertrag nur noch für drei Monate statt bislang für ein Jahr. Nun erwägt Thyssen, die Laufzeiten seiner Kunden-Verträge entsprechend anzupassen. rtr

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