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Toyota ruft noch mehr Autos zurück



Tokio/São Paulo - Der japanische Autobauer Toyota ruft nach Angaben von Verbraucherschützern nun auch in Brasilien 100 000 Fahrzeuge zurück. Wie die brasilianische Gruppe Procon am Freitagabend mitteilte, ist von dem Rückruf das Modell Corolla betroffen. Grund sind demnach Probleme mit dem Gaspedal. In der Vergangenheit habe es bereits neun Fälle von Gaspedal-Problemen bei Wagen dieses Typs gegeben. Toyota hatte wegen technischer Mängel in den vergangenen Monaten weltweit fast neun Millionen Fahrzeuge zurückgerufen. Trotz der Rückrufe hat der weltgrößte Autohersteller im abgelaufenen Geschäftsjahr wohl operativ schwarze Zahlen geschrieben. Toyota habe ein Betriebsergebnis von umgerechnet 400 Millionen Euro (50 Milliarden Yen) in dem im März geendeten Geschäftsjahr erzielt, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ am Samstag. Toyota stellt bisher einen operativen Verlust in Höhe von etwa 160 Millionen Euro in Aussicht. „Nikkei“ zufolge hat Toyota im Geschäftsjahr 2009/10 etwa 7,2 Millionen Fahrzeuge abgesetzt. Das wäre ein Minus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. AFP/rtr

Putin kritisiert „Nabucco“

Wien -Bei seinem Besuch in Wien hat der russische Ministerpräsident Wladimir Putin das von der Europäischen Union favorisierte Gaspipeline-Projekt Nabucco scharf kritisiert. Es sei sinnlos und gefährlich, eine Pipeline zu bauen, ohne Lieferverträge zu haben, sagte Putin bei einer Pressekonferenz mit dem österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) am Samstag. Österreich und Russland unterzeichneten im Anschluss ein Abkommen zum Bau eines Teilstücks der Nabucco-Konkurrenz, der Gaspipeline South Stream, in Österreich. Das Alpenland ist an beiden Projekten beteiligt. dpa



Karstadt-Bieter stellt Bedingungen

Essen - Der deutsch-schwedische Finanzinvestor Triton hat sein Kaufangebot für die insolvente Warenhauskette Karstadt an Bedingungen geknüpft. „Das Konzept sieht weitere Konzessionen bei den Mitarbeitern und den Vermietern vor“, sagte ein Triton-Sprecher am Samstag. Zum einen geht es demnach um die in der Branche als zu großzügig geltenden Regelungen mit den Arbeitnehmern. Die Tarifverträge seien so nicht haltbar. Außerdem verlange Triton, die Mieten der Kaufhäuser weiter zu reduzieren. dpa

Burgerbranche will keine Genkartoffel Hamburg - Viele Fastfoodketten, Chips- und Pommeshersteller wollen keine Gen-Kartoffeln verwenden. Das geht aus einer Umfrage der Umweltorganisation Greenpeace hervor. „Es ist ein sehr klares Ergebnis“, sagte Gentechnik-Experte Alexander Hissting am Sonnabend in Hamburg. Acht von zehn Firmen wollten weder heute noch in absehbarer Zukunft gentechnisch veränderte Kartoffeln nutzen. Zwei gaben an, sie derzeit nicht einsetzen zu wollen. Für die Zukunft legten sie sich aber nicht fest. Der Chemiekonzern BASF, der die Gen-Kartoffel Amflora anbauen darf, will noch in diesem Jahr die Zulassung von zwei weiteren beantragen. Greenpeace hatte unter anderem Burger King, McDonalds, die Nordsee-Kette und Hersteller von Chipsmarken wie Pringles, Chio, Funny-Frisch und Crunchips befragt. dpa

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