NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Zeitarbeiter erhalten mehr Geld

Münster/Bonn - Rund 150 000 Zeitarbeiter in Deutschland bekommen von Juli an mehr Geld. Das hat die Mitgliederversammlung des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (IGZ) beschlossen. Die Erhöhung erfolgt bis Ende 2012 in vier Schritten. Dann liegt das Tarifniveau in der untersten Entgeltgruppe im Westen bei 8,19 Euro und im Osten bei 7,50 Euro. Der IGZ hatte sich zuvor mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund geeinigt. Einen allgemeinverbindlichen Mindestlohn für die Branche gibt es noch nicht, doch IGZ und DGB wollen einen entsprechenden Antrag beim Bundesarbeitsministerium stellen. Das Ministerium soll die Tarifstandards ins Entsendegesetz aufnehmen. dpa

18 000 Steuersünder zeigen sich an

Düsseldorf - Der deutsche Fiskus kann durch die in der Schweiz gestohlene Steuer-CD mit Mehreinnahmen von rund 1,25 Milliarden Euro rechnen. Wie eine Umfrage des Handelsblattes bei den Länderfinanzbehörden ergab, haben sich in den vergangenen Monaten mehr als 18 000 Steuersünder selbst angezeigt, um der Strafverfolgung zu entgehen. Allein in den vergangenen zwei Wochen kamen 2000 hinzu. Die Summe der nicht versteuerten Einkünfte beträgt nach Schätzungen 3,7 Milliarden Euro. HB

Lufthansa beendet Kurzarbeit

Frankfurt am Main - Die Lufthansa beendet „ab sofort“ die Kurzarbeit an allen deutschen Standorten. Die Sparte Logistik habe im ersten Quartal dank eines deutlichen Umsatzanstiegs, höherer Preise und eines strikten Sparkurses einen Betriebsgewinn von 35 Millionen Euro erzielt, erklärte die Lufthansa. Angesichts dieser „positiven wirtschaftlichen Entwicklung“ könnten die betroffenen Beschäftigten wieder in vollem Umfang arbeiten. Die Lufthansa hatte am Dienstag ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Danach machte sie in den ersten drei Monaten des Jahres zwar einen Verlust von 298 Millionen Euro. Die Umsätze stiegen aber im ersten Quartal um fast 15 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro. Deshalb erwartet die Lufthansa für das Gesamtjahr ein positives operatives Ergebnis.AFP

Banken sollen höhere Abgabe zahlen Berlin - Die Bundesregierung tendiert bei der geplanten Bankenabgabe wie der Internationale Währungsfonds dazu, auch die Gewinne und Bonuszahlungen der Institute zu belasten und nicht nur wie bisher geplant die Bilanzsumme abzüglich der Einlagen. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm erklärte am Mittwoch: „Deutschland wird diese Anregung, diese Überlegung, die der IWF angestellt hat, weiterverfolgen“. Bundeskanzlerin Angela Merkel werde das Konzept beim EU-Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs am Freitag thematisieren, bei dem abschließend über das Hilfspaket für Griechenland entschieden werden soll. rtr

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben