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Ein längeres Studium zahlt sich langfristig aus



Länger studieren zahlt sich aus: Ein Master bringt Absolventen ein höheres Gehalt ein als ein Bachelor. Das hat eine Studie der Universität Kassel ergeben. Demnach haben regulär Beschäftigte mit einem Uni-Bachelor nach 18 Monaten ein Einkommen von monatlich 2241 Euro brutto, bei Absolventen von Fachhochschulen sind es 2635 Euro. Beim Master sind es mit 2803 Euro (Universität) und 3284 Euro (FH) deutlich mehr. Langfristig werden FH-Abgänger oft schlechter entlohnt als Uni-Absolventen, wie das Hochschul-Informations-System (HIS) in Hannover ermittelt hat. So verdienen Vollzeitbeschäftigte mit Uni-Abschluss zehn Jahre nach dem Studium im Schnitt 64 300 Euro brutto im Jahr – mit FH-Abschluss sind es nur 59 400 Euro. dpa

Studie: Zeitarbeit selten Brücke

in feste Anstellung

Zeitarbeit bildet nach einer Arbeitsmarktstudie der Bertelsmann-Stiftung selten eine Brücke in eine feste Anstellung. Leiharbeit sei in Deutschland längst nicht mehr nur ein kurzfristiger Flexibilitätspuffer für Unternehmen, erklärte kürzlich der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Gunter Thielen, in Gütersloh. Es habe sich hier vielmehr ein eigenständiges, dauerhaftes Beschäftigungssegment entwickelt, das für viele Arbeitnehmer die Hoffnung auf einen raschen Übergang in reguläre Erwerbstätigkeit bislang nicht erfüllen konnte. Die bundesweite Zahl der Zeitarbeitskräfte hat sich demnach zwischen 2000 und 2007 rund verdoppelt. Nach einem Einbruch infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise sank die Zahl vom Sommer 2008 bis Juli 2009 um ein Viertel auf etwa 550 000 Zeitarbeitskräfte. Laut Studie ist aber damit zu rechnen, dass dieser Beschäftigungsbereich nach einem Aufschwung als erster wieder anziehen wird. (Internet: www.bertelsmann-stiftung.de) epd

Selbstständigkeit kommt für viele nicht infrage

Für die meisten Deutschen kommt es nicht infrage, sich selbstständig zu machen. Das hat eine repräsentative Umfrage der GfK-Marktforschung in Nürnberg ergeben. Demnach kann sich nur jeder Sechste (17 Prozent) vorstellen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Drei Viertel (75 Prozent) stehen dem skeptisch gegenüber: „Nein, eher nicht“ geben 25 Prozent an, und weitere 50 Prozent sagen sogar „Nein, ganz sicher nicht“. 6 Prozent der Befragten waren bereits ihr eigener Chef. An der Umfrage im Auftrag der Firma Amway haben rund 2000 Frauen und Männer ab 14 Jahren in Deutschland teilgenommen. (Internet: www.zukunft-selbstaendigkeit.de)dpa

Studie: Mehr Vermittler verkürzen Dauer der Arbeitslosigkeit

Mehr Vermittler in der Arbeitsagentur und damit eine intensivere Betreuung von Arbeitslosen verkürzen die Dauer der Arbeitslosigkeit. In einem Modellprojekt der Bundesagentur für Arbeit wurden die Vermittlerteams personell verstärkt, die Dauer der Arbeitslosigkeit verringerte sich damit im Schnitt um rund zehn Tage, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung am Mittwoch erklärte. Es hatte das Modellprojekt von Mai 2007 bis April 2008 wissenschaftlich begleitet. In den am Modellversuch beteiligten 14 Arbeitsagenturen betreut derzeit ein Vermittler im Schnitt 70 Arbeitslose – wegen der guten Arbeitsmarktentwicklung von Mai 2007 bis April 2008 waren es teilweise sogar weniger. Üblicherweise ist ein Vermittler für 150 Arbeitslose zuständig. AFP

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