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Neue Datenaffäre bei Google



Berlin - Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) fordert eine lückenlose Aufklärung der neuen Datenaffäre bei der US-Internetfirma Google. Es müsse geklärt werden, was eigentlich wie genau gespeichert wird, sagte Aigner dem Radiosender MDR info am Samstag. Sie warf Google vor, sich illegal in private Netze eingeloggt zu haben. Die dort gesammelten Daten müssten sofort und vollständig gelöscht werden. Ein Google-Sprecher räumte in der ZDF-Sendung „heute“ ein, die Firma habe bei Aufnahmen für ihren umstrittenen Dienst Street-View versehentlich Nutzerdaten aus drahtlosen Computernetzen (WLAN) aufgezeichnet. Dabei habe es sich um Internetadressen und Teile von E-Mails gehandelt. Für Street View lässt Google auch in Deutschland Straßen und Häuser fotografieren und erfasst zugleich private WLAN-Basisstationen der Computer-Nutzer. ddp

Commerzbanker wollen mehr Geld

Berlin - Die Bundesregierung will höhere Vorstandsgehälter und Boni bei der Commerzbank verhindern. Das Bundesfinanzministerium bestätigte am Samstag einen Bericht des Magazins „Der Spiegel“. Demnach wollen Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank bei der Aktionärsversammlung an diesem Mittwoch höhere Zahlungen beantragen. Die Vergütung von Vorstandsmitgliedern soll von 500 000 Euro auf 750 000 Euro im Jahr steigen. Zusätzlich sollen bis zu zwei Millionen Euro als Bonus gezahlt werden. Die Vorschläge verstoßen nach Ansicht der Regierung gegen Regelungen zur Bankenrettung. Kreditinstitute, die in der Krise staatlich unterstützt wurden, müssen die Verdienste ihrer Spitzenleute bei 500 000 Euro deckeln. Die Commerzbank erhielt 18 Milliarden Euro vom Bund, der dafür mit 25 Prozent an dem Institut beteiligt ist. dpa

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