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Karstadt hofft auf Entlastung

Frankfurt am Main - Der Insolvenzverwalter von Karstadt sieht die Chancen gestiegen, dass noch mehr Städte dem Handelskonzern die Gewerbesteuer erlassen. „Bei einigen Kommunen hat sich in dieser Woche in der Diskussion einiges bewegt“, sagte ein Sprecher von Klaus-Hubert Görg am Sonntag. 15 von 94 Städten mit Karstadt-Standorten haben bisher nicht förmlich auf die Steuern verzichtet, die ihnen theoretisch zustehen. Im Zuge des Insolvenzplans für den Essener Handelskonzern verzichten Lieferanten und Mitarbeiter auf einen Großteil ihrer Forderungen von rund zwei Milliarden Euro. Karstadt erzielt dadurch einen Sanierungsgewinn, auf den die Gewerbesteuer fällig wird. Schätzungen der Insolvenzverwaltung zufolge geht es um Steuern von 120 bis 140 Millionen Euro. rtr

Aufsichtsrat mahnt zur Mäßigung

Frankfurt am Main - Gerhard Cromme, Aufsichtsratschef bei ThyssenKrupp, hat Deutschlands Manager zu Mäßigung bei ihren Gehältern aufgefordert. Ein Manager sei ein Angestellter, „er arbeitet mit fremdem Geld - das sollte das Gehalt berücksichtigen“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Amerika und Europa müssten das Problem zu hoher Gehälter gemeinsam angehen. Er verlange ein System, „in dem Augenmaß im Vordergrund steht“ – aber keine gesetzlichen Gehaltsobergrenzen. rtr

Ryanair zahlt Millionenstrafe

Rom - Der Billigflieger Ryanair muss eine Millionenstrafe zahlen, weil er im Vulkanasche-Chaos gestrandeten Passagieren nicht genügend geholfen hat. Das italienische Amt für Flugsicherheit (ENAC) verdonnerte Ryanair zu einer Geldstrafe von drei Millionen Euro, wie die Tageszeitung „La Repubblica“ am Sonntag berichtete. Die Billigfluglinie sei Mitte April auf dem römischen Flughafen Ciampino in mindestens 178 Fällen ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen. So seien die wegen der Luftraumsperre gestrandeten Passagiere – darunter Familien mit Kleinkindern und alte Menschen – nur unzureichend mit Lebensmitteln, Getränken, Übernachtungsmöglichkeiten oder Ersatzflügen versorgt worden. dpa

General Motors zurück an die Börse

Detroit - Die US-Regierung sieht sich einem Zeitungsbericht zufolge nach Beratern für die Rückkehr des Autobauers General Motors an die Börse um. Das „Wall Street Journal“ berichtete am Samstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, mehrere Investmentbanken hätten sich in den vergangenen Tagen mit Präsentationen um den Auftrag bemüht. Bis zu einem Börsengang der Opel-Mutter würden jedoch noch mindestens einige Monate vergehen, hieß es in dem Bericht. Das Finanzministerium und GM wollten sich dazu nicht äußern. rtr

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