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Schiffbau fordert Hilfe von der Politik

Hamburg - Die deutschen Schiffbauunternehmen wollen Hilfe vom Staat. Der Schiffbau habe stärker als andere Branchen unter der Krise gelitten. Daher forderten der Verband VSM und die IG Metall ein Sofortprogramm für den Schiffbau, um tausende Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen zu erhalten, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Schreiben. Konkret gehe es um eine Verlängerung des KfW-Sonderprogramms, mit dem für 90 Prozent der Schiffsfinanzierungen eine staatliche Bürgschaft übernommen wird, sowie Steuererleichterungen. dpa

EU will Mode-Herkunftsbezeichnung

Straßburg - Das Europaparlament hat eine obligatorische Herkunftskennzeichnung für Textilien gefordert. Damit sollen Verbraucher vor dem Kauf etwa eines T-Shirts erfahren, wo das Kleidungsstück hergestellt wurde. Bisher sind Hinweise wie „made in China“ oder „made in Pakistan“ nicht EU-weit vorgeschrieben. Hintergrund für die Forderung sei die Art und Weise, wie Textilien mancherorts hergestellt würden, erläuterte die SPD-Abgeordnete Evelyne Gebhardt. „In manchen Staaten sind leider immer noch Kinderarbeit und Sklaverei zu beklagen“, sagte die Verbraucherschutzexpertin. Nach der ersten Lesung geht die Vorlage nun an den Rat, in dem die 27 EU-Staaten vertreten sind. Sie sind sich nach Angaben aus dem EU-Parlament in der Frage noch nicht einig. Parlament und Rat entscheiden gemeinsam über die geplante Neuregelung. AFP

Neubauten sollen Energie sparen

Straßburg - Neubauten in der EU müssen spätestens ab Ende 2020 strenge Energiesparvorgaben erfüllen und zu einem wesentlichen Anteil mit erneuerbarer Energie versorgt werden. Für öffentliche Gebäude gilt dies bereits zwei Jahre früher, wie das Europaparlament in Straßburg am Dienstag beschloss. Die Abgeordneten segneten damit einen Kompromiss ab, auf den sich Vertreter des Parlaments und der EU-Staaten im November geeinigt hatten. Ab Ende 2020 soll es der Neuregelung zufolge nur noch Neubauten geben, die nicht wesentlich mehr Energie verbrauchen als sie selbst erzeugen, also sogenannte Nahe-Null-Energie-Gebäude. Derzeit stehen Gebäude für rund 40 Prozent des Energieverbrauchs in der EU. Konkrete Höchstwerte für den Energieverbrauch enthält das Gesetz nicht.dpa

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