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Proteste in Spanien gegen Sparpläne



Madrid - Spaniens Gewerkschaften laufen Sturm gegen Sparmaßnahmen des hoch verschuldeten Landes. Sie würden gerichtlich gegen Lohnkürzungen im Sparpaket der Regierung vorgehen, sagte ein Gewerkschaftssprecher am Donnerstag. Noch immer seien ihnen zum Konsolidierungskurs der Regierung keine Einzelheiten bekannt. Die spanische Regierung kündigte unterdessen an, Lohnkürzungen noch am Donnerstag bei einer Kabinettsitzung per Dekret durchzusetzen. Spanien will in den kommenden Jahren insgesamt 65 Milliarden Euro einsparen. rtr

Discounter senken erneut die Preise

Frankfurt am Main - Die Lebensmittel-Discounter in Deutschland haben zum sechsten Mal in diesem Jahr die Preise gesenkt. Vor allem Grillfleisch und -würstchen sowie Speiseeis wurden billiger, wie Marktführer Aldi und die Wettbewerber Penny und Norma am Donnerstag mitteilten. Branchenexperten rechnen damit, dass der Preiskampf weitergeht, bezweifeln aber, dass die Discounter damit Marktanteile hinzugewinnen. Auch die Supermarktkette Kaufland zog bei der neuen Preisrunde mit. AFP

Opel einigt sich mit Mitarbeitern

Frankfurt am Main/Rüsselsheim - Vor den entscheidenden Sitzungen um staatliche Milliardenhilfe hat sich der Autohersteller Opel Millionenbeiträge seiner Mitarbeiter gesichert. Beide Seiten bestätigten am Donnerstag Grundzüge der Vereinbarung, die derzeit noch von den Betriebsräten in den europäischen Standorten abgestimmt wird. Die IG Metall machte klar, dass ihre Zusagen nur gelten, falls die staatlichen Hilfen fließen. Opel-Sprecher Ulrich Weber bekräftigte die Zielsetzung von 265 Millionen Euro, die die Mitarbeiter in ganz Europa pro Jahr bis 2014 sparen. Sie verzichten zum Beispiel auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Im Gegenzug soll unter anderem die bisherige Adam Opel GmbH in eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts umgewandelt werden. dpa

Integration bringt viele Milliarden

Berlin - Die bessere soziale Einbindung von Migranten könnte dem deutschen Staat bis 2050 zusätzliche Einnahmen von 164 Milliarden Euro verschaffen. Das geht aus einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Dafür müssten sich allerdings die Unterschiede zwischen Migranten und einheimischer Bevölkerung bei Ausbildung und Arbeitslosenquote in den kommenden Jahren halbieren. Wie die Studie zeigt, haben 38 Prozent der Migranten keine abgeschlossene Berufsausbildung. Wäre dem nicht so, könnte das deutsche Bruttoinlandsprodukt laut IW jährlich um zusätzlich 0,1 Prozentpunkte wachsen. Dazu wären zusätzliche Ausgaben von rund 4,6 Milliarden Euro für die Berufsausbildung notwendig. mho

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