NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Gefahr an Geldautomaten wächst

Berlin - Kriminelle spähen an immer mehr Geldautomaten in Deutschland Kartendaten aus und plündern anschließend die Konten der Kunden. 2009 zählte das Bundeskriminalamt (BKA) 964 Automaten, an denen Minikameras und andere Hilfsmittel montiert wurden – ein Plus von 20 Prozent. „Als normaler Kunde kann man das im Grunde nicht erkennen“, sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke. Die Täter gingen sehr professionell vor. Die Behörde schätzt den Schaden auf 40 Millionen Euro. Die meisten Manipulationen an Geldautomaten gab es in Nordrhein-Westfalen (661), gefolgt von Berlin (363) und Bayern (166). dpa

Kaviarmanager muss vor Gericht

Düsseldorf - Der ehemalige Chef des Kaviar-Produzenten Caviar Creator steht ab Montag in Düsseldorf vor Gericht. Das teilte ein Sprecher des Landgerichts am Mittwoch mit. Frank Schaefer (54) war in den USA festgenommen und an die deutsche Justiz ausgeliefert worden. Er ist wegen Kapitalanlagebetrugs angeklagt, Schaefer bestreitet dies. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, ein Schneeballsystem betrieben zu haben. Der Betrieb der Kaviar- und Störproduktion in Mecklenburg-Vorpommern sei mit Anlegergeldern über Wasser gehalten worden. Von 5000 Anlegern seien 52,2 Millionen Euro eingeworben worden. dpa

Greenpeace warnt vor Gen-Food

Hamburg - In deutschen Supermärkten werden nach Recherchen der Umweltschutzorganisation Greenpeace illegal gentechnisch veränderte Lebensmittel ohne die entsprechende vorgeschriebene Kennzeichnung verkauft. In Supermärkten von Karstadt/Perfetto, Edeka, Rewe sowie an Tankstellen, Kiosken und in Videotheken seien die von Nestlé in den USA produzierten Produkte Butterfinger und Baby Ruth angeboten worden, teilte die Organisation am Mittwoch mit. Laboruntersuchungen hätten ergeben, dass diese mit Gen-Soja hergestellt werden. Nestlé Deutschland wies eine Zuständigkeit für den illegalen Verkauf zurück. Die liege bei den Importeuren. AFP

Foxconn verbietet Selbstmord

Shenzhen - Nach einer Serie von Selbstmorden von Beschäftigten in China greift der weltweit größte Elektronikhersteller Foxconn zu drastischen Mitteln: Die Beschäftigten erhielten einem Pressebericht zufolge einen Brief, in dem sie sich schriftlich verpflichten müssen, sich nicht selbst zu töten. Gebäude des Unternehmens wurden mit Netzen verhängt, um Todesstürze zu verhindern. Seit Jahresbeginn haben sich bereits zehn Arbeiter das Leben genommen. Foxconn produziert unter anderem das iPhone für Apple sowie für Hewlett Packard und Dell. AFP

Beitrag für Golfclub ist Privatsache

Hannover - Die Mitgliedschaft in einem Golfclub ist steuerlich reine Privatsache, auch wenn sie vor allem dazu dient, Geschäfte anzubahnen. Die Beiträge und andere Kosten können daher nicht als Betriebsausgabe von der Steuer abgesetzt werden. Das hat das niedersächsische Finanzgericht entschieden und damit die Klage einer Steuerberatungsgesellschaft abgewiesen, die ihrem Geschäftsführer die Kosten für die Mitgliedschaft im Golfclub erstattet hatte. In diesem Fall müsse der Geschäftsführer den Betrag als geldwerten Vorteil versteuern, heißt es in dem Urteil (Az.: 11 K 72/08). dpa

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