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Gipfeltreffen wird teuer für Kanada

Toronto - Kanada greift als Gastgeber von zwei großen Finanzgipfeln Ende Juni tief in die Tasche. Der kanadische Sender CBC berichtete am Donnerstag, dass der G8-Gipfel in der Stadt Huntsville und das anschließende G20-Gipfeltreffen in der Wirtschaftsmetropole Toronto das Land wenigstens 1,1 Milliarden kanadische Dollar (rund 850 Millionen Euro) kosten werden. Davon entfielen 722 Millionen Euro auf Sicherheitsvorkehrungen und 124 Millionen Euro auf die Unterbringung und Beköstigung der Staats- und Regierungschefs. Die Opposition warf der Regierung vor, Kanada mit seiner Einladung an die 20 größten Wirtschaftsnationen der Welt „die teuersten 72 Stunden in der Geschichte des Landes“ beschert zu haben. dpa

Lehman verklagt J. P. Morgan

New York - Der Vorwurf wiegt schwer: Die US-Bank J. P. Morgan soll der kriselnden Investmentbank Lehman Brothers in den Tagen vor dem Kollaps angeblich noch 8,6 Milliarden Bargeld abgepresst haben. Erst dadurch sei der Liquiditätsengpass verursacht worden, der im September 2008 zum folgenschweren Zusammenbruch führte, behauptet der Lehman-Insolvenzverwalter in einer Klage gegen J. P. Morgan, die jetzt in Manhattan eingereicht wurde. Die Chefs von J. P. Morgan hätten Insiderwissen ausgenutzt. Die Bank wies die Anschuldigungen umgehend zurück. dpa

Unternehmen sollen Frauen fördern

Frankfurt am Main - Neue Regeln sollen mehr Frauen an die Spitze deutscher Firmen bringen. Die Expertenkommission der Bundesregierung für gute Unternehmensführung („Corporate Governance“) hat in diesem Punkt den freiwilligen Unternehmenskodex verschärft, wie sie am Donnerstag mitteilte. Danach sollen die Aufsichtsräte künftig konkrete Ziele für ihre eigene Zusammensetzung benennen und über die Umsetzung öffentlich berichten. So sollen mehr Frauen und ausländische Experten in die Kontrollgremien gelangen. Den Aufsichtsräten wurde auch aufgegeben, in den Vorständen für eine angemessene Berücksichtigung von Frauen zu sorgen. dpa

Preise im Internet müssen stimmen

Berlin - Bei Onlinebuchungen muss Reisenden von Anfang an der Komplettpreis eines Fluges genannt werden. An diese Regel müssen sich neben Fluggesellschaften auch Reisevermittler halten. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat nach eigenen Angaben entsprechende Urteile bei den Landgerichten Düsseldorf (Az.: 12 O 173/09) und Leipzig (Az.: 05 O 2485/09) erwirkt. Touristen dürfen demnach nicht erst nach mehreren Buchungsschritten einen Endpreis erfahren. dpa

Siemens baut Loks für Russland

Erlangen/Sotschi - Das neue Joint Venture von Siemens und dem russischen Lokomotivenhersteller Sinara hat einen Auftrag der russischen Staatsbahn erhalten. Sie bestellte 221 Lokomotiven beim Gemeinschaftsunternehmen Ural Locomotives, wie der Technologiekonzern mitteilte. Siemens hält an dem Joint Venture 49 Prozent der Anteile. Marktexperten schätzten den auf Siemens entfallenden Anteil auf einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag.SIEMENS AG] dpa

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