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Konjunktur gewinnt an Schwung

Berlin - Nach zwei schwachen Quartalen nimmt die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Frühjahr wieder Fahrt auf. Das Bruttoinlandsprodukt werde von April bis Juni voraussichtlich um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zulegen, teilte das DIW mit. „Deutliche Zuwächse in den exportgetriebenen Schlüsselindustrien zeugen von einem Aufschwung, der sich zunehmend stabilisiert“, hieß es. In den beiden Vorquartalen hatte es jeweils nur zu einem Plus von 0,2 Prozent gereicht. Allerdings wird die Erholung nach Ansicht des Bankenverbandes nur von kurzer Dauer sein. Im zweiten Halbjahr werde die Weltwirtschaft an Schwung verlieren, da in vielen Ländern Konjunkturprogramme ausliefen. Die Privatbanken halten daher nur ein Wachstum von 1,5 Prozent für möglich. Der Wirtschaftsverband OECD hatte am Mittwoch seine Erwartung auf 1,9 Prozent erhöht. brö

Verbraucherpreise ziehen an

Berlin - Die deutschen Verbraucherpreise sind im Mai so stark gestiegen wie seit rund anderthalb Jahren nicht mehr. Höhere Ölpreise trieben die jährliche Teuerungsrate auf 1,2 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. „Das ist der höchste Wert seit November 2008 mit 1,4 Prozent“, sagte ein Statistiker. Dafür sorgten vor allem starke Preiserhöhungen bei leichtem Heizöl und Kraftstoffen. Sinkende Gaspreise dämpften dagegen die Inflation. Im April hatte es noch ein Plus von 1,0 Prozent gegeben. rtr

Autoreparatur soll billiger werden

Brüssel - Neue Wettbewerbsregeln für Autohersteller und -händler sollen in Europa die Preise bei Reparaturen und Wartung deutlich senken. Die Vorgaben stärken unabhängige Werkstätten gegenüber den Angeboten der vertraglich mit den Herstellern verbundenen Häuser. So können die Kunden ab Juni nicht mehr dazu gezwungen werden, für einfache Wartungsarbeiten zu Vertragswerkstätten zu gehen. Gleichzeitig werden strenge Regeln zum Verkauf mehrerer Marken aufgehoben, was die Vertriebskosten senken soll. Die unabhängigen Reparaturbetriebe könnten damit den Vertragswerkstätten mehr Konkurrenz machen, sagte EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia. „Durch die neue Verordnung werden die Preise sinken, es wird größere Auswahl für die Verbraucher geben, und der Service wird verbessert.“ Das deutsche Kraftfahrzeuggewerbe monierte, die EU mache nur alles komplizierter. rtr

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