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Bombardier spürt Luftfahrt-Krise



Montreal - Die Krise in der Luftfahrt macht dem Flugzeug-Hersteller Bombardier weiterhin zu schaffen. Im ersten Geschäftsquartal (Ende April) büßte der kanadische Konzern beim Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp sieben Prozent auf 4,2 Milliarden US-Dollar (3,4 Milliarden Euro) ein. Der Gewinn fiel unterm Strich von 158 auf 153 Millionen Dollar. Ein noch weiteres Abgleiten verhinderte nur das zweite Standbein, die seit Jahren boomende Bahntechnik. Die Weltzentrale von Bombardier Transportation hat ihren Sitz in Berlin. „Beide Sparten haben sich angesichts der wirtschaftlichen Umstände gut geschlagen“, sagte Konzernchef Pierre Beaudoin am Mittwoch in Montreal. Den Großteil seines Umsatzes macht Bombardier mit Zügen und Waggons. dpa

Schiene profitiert von Aufschwung

Berlin - Auf den Schienen in Deutschland werden wieder mehr Güter transportiert. Im ersten Vierteljahr 2010 waren es 11,6 Prozent mehr als Anfang 2009, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Zuvor hatte es allerdings einen Rekordeinbruch gegeben: Im ersten Quartal 2009 war die Gütermenge im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise um 21,2 Prozent eingebrochen. Das alte Niveau ist also noch längst nicht wieder erreicht. Die Stütze des aktuellen Wachstums sei der Metallbereich gewesen, hieß es. brö

Deutsche SEB-Filialen vor Verkauf Frankfurt am Main - Das Rennen um die deutschen Filialen der schwedischen Bank SEB ist auf der Zielgeraden. Bis Ende Juni werde wohl ein Zuschlag erteilt, sagten mehrere mit dem Prozess vertraute Personen Reuters am Mittwoch. Unter den Interessenten liefert sich die spanische Großbank Santander ein Duell mit der HypoVereinsbank (HVB). Laut einem Bericht des „Handelsblatts“ haben die Spanier derzeit leicht die Nase vorn. Beim Preis wird in Finanzkreisen mittlerweile eine Summe von gut 500 Millionen Euro genannt – vor Monaten war noch von bis zu einer Milliarde Euro die Rede. Von offizieller Seite gab es keinen Kommentar. rtr

GTZ steigert Umsatz

Berlin - Die bundeseigene Entwicklungsorganisation GTZ hat ihren Umsatz im vergangenen Jahr auf die Rekordsumme von annähernd 1,5 Milliarden Euro gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Plus von 18 Prozent, wie das gemeinnützige Unternehmen am Mittwoch in Berlin mitteilte. Die Bundesregierung plant, die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) Anfang nächsten Jahres mit zwei anderen staatlichen Entwicklungsorganisationen zusammenzulegen. Mit etwa einer Milliarde Euro kam der Großteil der Aufträge weiterhin aus dem Entwicklungshilfeministerium. Aus dem Ausland kamen Aufträge im Wert von etwa 300 Millionen Euro. Das Auslandsgeschäft nimmt seit Jahren an Bedeutung zu. dpa

Fraport erholt sich

Frankfurt am Main - Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat die Einbußen durch die Vulkanasche fast wieder aufgeholt. Über die ersten fünf Monate gerechnet liegen die Passagierzahlen trotz Asche, hartem Winter und Pilotenstreik auf dem Vorjahresniveau. Die Frachtmenge liege rund 30 Prozent über den Werten aus 2009, hieß es am Mittwoch bei der Fraport-Hauptversammlung. Fraport hatte die Einnahmeverluste auf rund 20 Millionen Euro beziffert. Im laufenden Jahr soll die Zahl der Passagiere um ein bis zwei Prozent wachsen, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte. dpa

Ex-MAN-Manager muss vor Gericht München - Die Schmiergeldaffäre beim Münchner Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern MAN kommt vor Gericht. Der frühere Chef der Turbomaschinen-Sparte muss sich vom 23. Juni an vor dem Landgericht München I wegen des Vorwurfs der Bestechung ausländischer Amtsträger verantworten, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Die Staatsanwaltschaft hatte im Dezember Anklage gegen den 65 Jahre alten Heinz Jürgen M. erhoben. Der Manager soll 2004 in Kasachstan die Zahlung von gut neun Millionen Euro veranlasst haben, um an einen Auftrag zur Modernisierung einer Gaspipeline in Kasachstan zu kommen. dpa

Weniger Spanier suchen einen Job

Madrid - Die Zahl der Arbeitslosen in Spanien ist nach Angaben der Regierung im Mai im Vergleich zum Vormonat um rund 76 000 gefallen. Dieser Rückgang um 1,8 Prozent sei der stärkste in einem Monat Mai seit 2005 gewesen, erklärte das Arbeitsministerium am Mittwoch in Madrid. Im Jahresvergleich stieg die Zahl der Erwerbslosen allerdings um 446 000 oder 12,1 Prozent. Nach den Zahlen des Ministeriums, das keine Arbeitslosenquote veröffentlicht, sind derzeit knapp 4,07 Millionen Menschen ohne Job. dpa

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