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Arbeitslosigkeit in den USA sinkt



Washington - Dank staatlicher Hilfe hat der US-Arbeitsmarkt im Mai so viele Stellen geschaffen wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 431 000, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Vater Staat hat beim Jobaufbau allerdings kräftig nachgeholfen: Allein für eine Volkszählung wurden 411 000 Amerikaner angeworben – zumeist Zeitarbeiter. Beim zweiten Blick auf die Statistik kehrt daher Ernüchterung ein. Im Privatsektor erlahmte die Bereitschaft zum Jobaufbau spürbar, da viele Unternehmen eher auf Überstunden setzen. So wurden im Mai nur noch 41 000 neue Stellen im außerstaatlichen Bereich geschaffen. rtr

Beim IWF wird es eng

Busan - Der Chef des IWF-Lenkungsausschusses, Jussef Butros-Ghali, befürchtet einen Finanzierungsengpass des Internationalen Währungsfonds. Die milliardenschweren Hilfen für Griechenland hätten ein Loch in den Haushalt gerissen, sagte Butros-Ghali am Freitag bei einem Treffen der G-20-Länder in Südkorea. Gleichzeitig betonte er, die Probleme des Mittelmeerlandes seien noch nicht gelöst und es gebe Zweifel daran, dass Griechenland die geforderten Reformen umsetzen könne. Der IWF müsse die Menge seiner Sonderziehungsrechte (SZR) erheblich ausweiten, erklärte Butros-Ghali. Mitglieder hätten bereits über eine Verdopplung des Etats der Spezialwährung gesprochen. Im vergangenen Jahr waren die Bestände an der IWF-Währung auf umgerechnet 313 Milliarden Dollar fast verzehnfacht worden. rtr

EU will mehr Freiheit für Genpflanzen

Brüssel - Die Europäische Union will mit neuen Regeln die jahrelange Blockade bei der Zulassung genetisch veränderter Organismen (GVO) zum Anbau in Europa überwinden. Die EU-Kommission soll künftig mehr Entscheidungsfreiheit bei den Genehmigungsverfahren bekommen, wie es am Freitag in EU-Kreisen hieß. Im Gegenzug wäre es den EU-Staaten künftig selbst überlassen, ob sie den Anbau genetisch veränderter Pflanzen wie Gen-Mais in ihrem Land zulassen. Experten rechnen damit, dass die Anbauflächen, auf denen Gen-Pflanzen kultiviert werden, dadurch deutlich zunehmen werden. Im vergangenen Jahr wurden in Europa weniger als 100 000 Hektar für den kommerziellen Anbau von GVO genutzt. Weltweit waren es dagegen 134 Millionen Hektar. rtr

Personalausweis wird teurer

Berlin - Der neue Personalausweis im Scheckkartenformat wird 28,80 Euro kosten – mehr als dreimal so viel wie bisher. Wer unter 24 Jahre alt ist, erhält das Dokument mit einem Chip zur elektronischen Identifizierung vom 1. November an zum ermäßigten Preis von 19,80 Euro. Der erste Personalausweis für Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren wird sogar kostenfrei sein. Den Entwurf für die Gebührenordnung legte das Bundesinnenministerium am Donnerstag vor. Derzeit kostet ein Personalausweis 8,00 Euro. Im Ausweis ist ein Chip integriert, auf dem die persönlichen Daten digital gespeichert werden. dpa

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