NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Deutschland exportiert weniger

Wiesbaden - Die deutsche Exportwirtschaft hat im April ungeachtet der Euro- Schwäche einen Rückschlag erlitten. Die Exporte sanken gegenüber dem sehr starken Vormonat bereinigt um Kalender- und Saisoneffekte um 5,9 Prozent auf 75,3 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Experten werten die Aprilzahlen als „kleine Delle“ im anhaltenden Aufwärtstrend. Der Rückgang sei „nur eine Gegenbewegung“ zum starken Vormonat, erklärte die Commerzbank. Mit einem Monatsplus von 10,7 Prozent auf 85,6 Milliarden Euro waren die Ausfuhren im März so stark geklettert wie seit 18 Jahren nicht. dpa

Bundesliga wächst am stärksten

Düsseldorf/München – Der europäische Fußballmarkt hat mit einem Gesamtumsatz von 15,7 Milliarden Euro in der Saison 08/09 einen neuen Rekord aufgestellt. Das geht aus einer Analyse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte hervor. Haupttreiber waren die europäischen „Big Five“-Ligen (Premier League, Bundesliga, Primera Division, Serie A und Ligue 1), die über die Hälfte der Erlöse erwirtschafteten. Die englische Premier League liegt mit Erlösen von über 2,3 Milliarden Euro auf dem ersten Platz. Die Bundesliga belegte mit dem höchsten Umsatzwachstum (plus zehn Prozent) und Gesamterlösen von rund 1,6 Milliarden den zweiten Platz. jmi

EU will schärfere Sanktionen

Luxemburg  - Überschuldete Euro-Länder wie Griechenland oder Spanien müssen sich künftig auf schärfere Strafen einstellen. Die Finanzminister der meisten EU-Länder unterstützten bei einem Treffen am Dienstag in Luxemburg einen entsprechenden Vorstoß von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy. Gleichzeitig erhielt Estland grünes Licht, 17. Mitglied des gemeinsamen Währungsraums zu werden. Zur Vermeidung künftiger Schuldenkrisen bekommt zudem die europäische Statistikbehörde Eurostat mehr Macht. Bei Zweifeln kann sie in den Mitgliedstaaten an Ort und Stelle Daten prüfen, was bisher nicht möglich war.  dpa

Siemens fordert Schadenersatz

Nürnberg - Die bayerische Justiz beschäftigt sich wieder mit dem Skandal um verdeckte Millionenzahlungen von Siemens an die Gewerkschaft AUB. Der Elektrokonzern will am Mittwoch vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth Schadenersatzzahlungen über 3,2 Millionen Euro vom Ex-AUB-Vorsitzenden Wilhelm Schelsky erstreiten. Er habe sich des Betrugs und der Beihilfe zur Untreue schuldig gemacht und sich zudem ungerechtfertigt bereichert, argumentiert Siemens. Über Jahre waren rund 30 Millionen Euro über ein undurchsichtiges Firmengeflecht von Siemens an die Gewerkschaft AUB geflossen. dpa

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