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Karstadt-Übernahme verzögert sich



Essen/Hamburg - Die endgültige Übernahme der insolventen Warenhauskette Karstadt durch den US-deutschen Investor Nicolas Berggruen verzögert sich. Das Amtsgericht Essen vertagte seine Entscheidung über die Bestätigung des Insolvenzplans, wie das Gericht mitteilte. Berggruen warnte, den Schaden im Falle eines Scheiterns hätten die Vermieter der Filialen. Das Gericht begründete den Schritt damit, dass die Unterzeichnung des Kaufvertrages an Bedingungen gebunden ist. Eine davon ist der Abschluss von Mietverträgen zwischen Berggruen und den Eigentümern der Filialen. AFP

Brillenkartell muss Millionen zahlen

Bonn - Das Bundeskartellamt hat gegen die fünf führenden Hersteller von Brillengläsern wegen langjähriger verbotener Preisabsprachen hohe Geldbußen verhängt. Rodenstock, Carl Zeiss Vision, Essilor, Rupp+Hubrach Optik, Hoya Lens Deutschland sowie der Zentralverband der Augenoptiker (ZVA) und sieben Einzelpersonen müssen insgesamt 115 Millionen Euro Bußgeld zahlen. „Die Absprachen der Brillenglashersteller haben den Wettbewerb in diesem Markt über Jahre fast vollständig zum Erliegen gebracht“, sagte der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, in Bonn. Die Leidtragenden waren die Verbraucher, die überhöhte Preise zahlten. Der Bußgeldbescheid ist noch nicht rechtskräftig. Es kann Einspruch eingelegt werden. dpa

EZB fordert schärfere Sanktionen

Frankfurt am Main - Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), plädiert für mehr und schärfere Sanktionen gegen Haushaltssünder in der EU. Man müsse den gesamten legalen Rahmen ausnützen, um Fehlentwicklungen vorzugreifen. Er sprach sich nach der Sitzung des EZB-Rates am Donnerstag auch dafür aus, noch stärker als bislang schon vorab ein Auge auf die Haushaltsplanungen der einzelnen EU-Staaten zu werfen. otr

Estland wird heraufgestuft

Tallinn - Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat die Kreditwürdigkeit Estlands mit Blick auf den geplanten Beitritt des Landes zur Eurozone Anfang 2011 hochgestuft. Die Anhebung von „A-“ auf „A“ wurde am Donnerstag mit der Entschlossenheit begründet, mit strukturellen und haushaltspolitischen Maßnahmen auf die Folgen der Rezession zu reagieren. Den Ausblick bewertete die Ratingagentur als „stabil“. Die Mitgliedschaft in der Währungsunion werde die Wechselkursrisiken für Estland reduzieren und dem Land einen besseren Zugang zu den Kapitalmärkten verschaffen. rtr

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