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EU-Regierungen für Bankenabgabe



Brüssel - Die europäischen Staats- und Regierungschefs werden sich bei ihrem Treffen kommenden Donnerstag in Brüssel voraussichtlich für die Einführung einer europaweiten Bankenabgabe aussprechen. In einem Entwurf für die Abschlusserklärung des Gipfeltreffens, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, hieß es, der Europäische Rat sei sich über die Einführung einer Steuer für Finanzinstitute einig. Diese solle garantieren, dass die Finanzinstitute dazu beitrügen, „die Rechnung der Krisen zu begleichen“. Bis Oktober sollen die Finanzminister der EU-Mitgliedsstaaten und die EU-Kommission konkrete Vorschläge machen. Eigentlich wollen die EU-Staaten eine weltweite Bankenabgabe einführen – doch Länder wie Australien, Brasilien, Indien und Kanada sind dagegen. AFP

Ackermann glaubt an Griechenland

Wien - Der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, ist nun doch zuversichtlich, dass Griechenland seine Schuldenkrise meistern kann. Er habe seine Meinung geändert, sagte Ackermann am Freitagabend in Wien. Dort sprach auch Griechenlands Ministerpräsident Georgios Papandreou und erklärte, ihm sei es egal, ob er wegen seiner Reformen nur eine Amtszeit regiere. Papandreous Bereitschaft, seine Karriere zu opfern, habe ihn überzeugt, sagte Ackermann. „Das brachte mich dazu, meine Ansicht zu ändern.“ Er hatte im Mai öffentlich bezweifelt, dass Griechenland seine Schulden werde zurückzahlen können, und war dafür heftig kritisiert worden. rtr

BMW-Elektromobil schafft 600 Jobs München/Dresden - BMW wird für sein ab 2013 geplantes Elektromobil Megacity Vehicle 600 neue Arbeitsplätze schaffen. Die Stellen an verschiedenen Standorten sollen mit BMW-Beschäftigten aus dem Produktionsnetzwerk sowie mit neuen Mitarbeitern besetzt werden, berichtet die „Automobilwoche“ unter Berufung auf hochrangige BMW-Quellen. „Der Bedarf von 600 zusätzlichen Stellen ist realistisch“, bestätigte ein Sprecher. Das neue Fahrzeug werde in Leipzig gebaut, auch die Fertigung der Batterien wird nach Sachsen verlagert. BMW AG]dpa

Post will Briefsparte radikal umbauen

Düsseldorf - Die Deutsche Post bereitet das größte Sparprogramm in der Geschichte ihrer Briefsparte vor. Wie die „Wirtschaftswoche“ unter Berufung auf Konzernkreise berichtet, will das Unternehmen innerhalb eines Jahres eine Milliarde Euro einsparen. Das sei das Fünffache des bisher veranschlagten Betrags von 180 Millionen Euro. Das Projekt mit dem Namen „One“ solle noch im Spätsommer starten und sei kürzlich vor 50 Führungskräften vorgestellt worden. Größere Einnahmen erhoffe sich Post-Vorstand Jürgen Gerdes durch den Verkauf der 350 Postfilialen, die der Konzern noch betreibe. Die ehemalige Konzerntochter Postbank habe an 277 Filialen Interesse angemeldet. Sie könnte mehr als 100 Millionen Euro zahlen. Langfristig stehe auch das Netz der 82 Brief- und 33 Paketzentren auf dem Prüfstand. dpa

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