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Siemens baut neue Zentrale

München - Transparenter und umweltverträglicher soll die Siemens-Zentrale in München werden: Der Konzern plant einen Neubau seines Hauptsitzes, der bis 2015 abgeschlossen sein soll. Der Baubeginn ist für Ende 2012 geplant, wie Siemens mitteilte. Neben dem 1999 errichteten Siemens-Forum soll nur das Wittelsbacher Palais erhalten bleiben, in dem die Vorstandsbüros liegen. Die restlichen Gebäude aus den 50er Jahren werden abgerissen. Die Bausumme soll im „niedrigen dreistelligen Millionenbereich“ liegen. Man orientiere sich an den 150 Millionen Euro, welche die am Montag eingeweihte Siemens-Zentrale in Wien kostete. Der Neubau soll ein Symbol für den Imagewechsel des Technologiekonzerns werden: Mit modernster und nachhaltiger Siemens-Technik ausgestattet soll in der Münchner Innenstadt „ein neues grünes Aushängeschild“ entstehen, sagte Vorstandschef Peter Löscher. mob

Telekom startet Netzausbau früher

Bonn - Die Telekom will das schnelle Internet früher als bislang geplant auch in den letzten Winkel der Republik bringen. Noch in diesem Jahr sollen mehr als 1000 Gemeinden und Dörfer versorgt werden, wie der Konzern mitteilte. Als Erste seien die Städte Kyritz und Ziesar in Brandenburg dran. „Wir wollen so vielen Bürgern wie möglich einen schnellen Zugang zum Internet bieten“, erklärte Telekom-Chef René Obermann. Beim Ausbau setzt die Telekom vor allem auf den neuen Mobilfunkstandard LTE, der Filme und Internetseiten bis zu zehnmal schneller übertragen kann als die aktuelle UMTS-Technik. Konkurrent Vodafone will die deutsche Provinz bis Mitte 2011 mit schnellem Internet per LTE versorgen. rtr

Claassens Klage wird bald verhandelt

Berlin - Die Klage des Managers Utz Claassen gegen seinen Ex-Arbeitgeber Solar Millennium wird am 30. Juli vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth verhandelt. Das teilte ein Justizsprecher auf Anfrage mit. Es handelt sich um einen sogenannten frühen ersten Termin, bei dem das Gericht zunächst prüft, ob ein Vergleich möglich ist. Nach nur 74 Tagen als Vorstandschef war Claassen zurückgetreten. Mit seiner Feststellungsklage will er zeigen, dass dies rechtens war. Es geht mittelbar um viel Geld: Zu Amtsantritt hatte Claassen fast zehn Millionen Euro kassiert und will den Großteil behalten.Tsp

Primacom steht vor Insolvenzantrag

Mainz/Berlin - Der Kabelnetzbetreiber Primacom bekommt seine finanziellen Probleme nicht in den Griff. Für die Holdinggesellschaft der Gruppe, die Primacom AG, muss Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt werden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Die Kreditgeber hätten einen Kompromissvorschlag zum Erhalt der Primacom AG zurückgewiesen. Die Hauptgesellschafter seien nicht bereit, weiter zu verhandeln. Der Vorstand werde daher „zeitnah“ Insolvenzantrag stellen. dpa

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