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Opel-Länder wollen sich beeilen

Frankfurt am Main - Die Bundesländer mit Opel-Werken wollen die erwarteten Bürgschaftsanträge des Autobauers rasch bearbeiten. Das versprachen Vertreter der vier Länder nach einem Treffen am Dienstag in Frankfurt, wie Hessens Finanz-Staatssekretär Thomas Schäfer (CDU) mitteilte. Die Länder hätten vereinbart, die jeweiligen Bürgschaftsverfahren soweit möglich parallel durchzuführen. Jedes Land werde aber anhand der jeweiligen Regularien eine eigene Entscheidung treffen. Ursprünglich hatte Opel bei Bund und Ländern 1,5 Milliarden Euro Staatsbürgschaften beantragt. Inzwischen beziffert Firmenchef Nick Reilly die Finanzierungslücke auf 800 Millionen Euro. dpa

Junge Migranten geraten ins Aus

Berlin - Jeder sechste junge Mensch in Deutschland zwischen 20 und 30 Jahren hat keinen Berufsabschluss und befindet sich auch nicht mehr in Bildungsmaßnahmen. Dies sind laut dem neuen Bildungsbericht von Bund und Ländern 17 Prozent dieser Altersgruppe. Damit sei ein neuer Höchststand erreicht, heißt es in einem Bericht, den Bundesbildungsministerium und der Kultusministerkonferenz am Donnerstag vorstellen wollen.  Besonders dramatisch sei die Situation für 20- bis 30-Jährige mit Migrationshintergrund, von denen über 30 Prozent ohne Abschluss sind und sich auch nicht mehr weiterqualifizieren. Bei jungen Frauen türkischer Herkunft in dieser Altersgruppe seien es sogar 47,5 Prozent. dpa

Europäer kaufen weniger Autos

Brüssel/Berlin - In Europa sind im Mai das zweite Mal in Folge weniger Autos zugelassen worden. Weltweit setzte sich die Erholung der Automobilindustrie dagegen fort, angetrieben von starker Nachfrage in den USA, China, Japan und Indien. Das geht aus den Zahlen hervor, die der europäische Branchenverband ACEA und der Verband der Automobilindustrie (VDA) vorlegten. Die Pkw-Neuzulassungen in den 27 EU-Staaten sanken demnach um 9,3 Prozent auf knapp 1,13 Millionen. Gründe seien das Auslaufen der staatlichen Abwrackprämien und die weiterhin schwierige Wirtschaftslage. In Deutschland fiel das Minus im Mai mit 35,1 Prozent am größten aus. dpa

Schweiz billigt Zugriff auf Bankdaten

Bern - Der Weg für die Freigabe von Bankdaten von fast 4500 US-Kunden der Schweizer Bank UBS ist fast frei – und damit für eine wesentliche Aufweichung des Bankgeheimnisses. Nach heftigen Debatten stimmte die große Parlamentskammer, der Nationalrat, am Dienstag für einen entsprechenden Staatsvertrag mit den USA. Nun muss noch entschieden werden, ob das letzte Wort darüber das Volk bei einer Abstimmung erhalten soll. Die US-Steuerbehörde IRS pocht darauf, dass die Schweiz mit der Umsetzung des Vertrages die UBS-Kontendaten über ein Amtshilfeverfahren aushändigt. dpa

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