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Mehrheit der Jugendlichen

macht eine Ausbildung

Die Mehrheit der Jugendlichen entscheidet sich für eine Ausbildung in Betrieb und Berufsschule. Das gilt für 65 Prozent der Schulabgänger in Deutschland. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zum Beispiel mit Blick auf Geschlecht und Herkunft, berechnete das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn: So schlossen 2008 zwar fast 78 Prozent der männlichen Jugendlichen mit deutschem Pass einen Ausbildungsvertrag ab, aber nur 58 Prozent der weiblichen. Noch deutlicher sind die Unterschiede zu Jugendlichen mit einem Pass aus dem Ausland: Bei ihnen waren es nur gut 35 Prozent bei den jungen Männern und 29 Prozent der jungen Frauen, die eine Ausbildung im dualen System begonnen haben. Der Anteil ausländischer Jugendlicher mit Ausbildungsvertrag sei damit nur etwa halb so groß wie der der deutschen. Dabei ist der Wunsch nach einer entsprechenden Ausbildung mit rund 60 Prozent in beiden Gruppen gleich hoch.dpa

Jeder fünfte Deutsche hat Angst

um seinen Job

Wegen der Wirtschaftskrise fürchtet derzeit rund jeder fünfte Deutsche um seinen Job. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung in Nürnberg hervor. Demnach sagen 18,3 Prozent der Bundesbürger, dass sie sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen, auch wenn es noch keine konkreten Anzeichen für einen Stellenabbau im Betrieb gebe. Weitere 3,8 Prozent machen sich sogar große Sorgen, weil ihr Arbeitgeber bereits angekündigt hat, Stellen zu streichen. Für die „Apotheken Umschau“ wurden von der GfK 1942 Deutsche ab 14 Jahren befragt. Die Angst vor dem Aus im Beruf ist aber nicht verbreiteter als das Gefühl, einen sicheren Job zu haben – das hat ebenfalls ein gutes Fünftel (21,9 Prozent) der Deutschen. Knapp jeder Zwölfte (8 Prozent) glaubt außerdem, dass er nach einer Kündigung schnell eine neue Stelle finden würde. dpa

Fachkräftemangel führt zu gleichen Löhnen in Ost und West

Zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung erwarten Arbeitsmarktexperten eine Angleichung der Löhne für Fachkräfte in Ost- und Westdeutschland. Als Hauptursache nennen sie den sich abzeichnenden Fachkräftemangel in den neuen Bundesländern. „Bei Neueinstellungen werden die Löhne explodieren“, sagte der Betriebssoziologe Burkart Lutz der „Frankfurter Rundschau“ vom Montag. Auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet damit, dass ostdeutsche Gehälter für Industriefachkräfte das Westniveau erreichen werden. Für die ostdeutsche Industrie berge der Fachkräftemangel „ein erhebliches Krisenpotenzial“, sagte Lutz, der in einer Studie die Auswirkungen der Personalentwicklung auf die Metall- und Elektroindustrie in den neuen Bundesländern untersucht hat. Dies werde viele Unternehmen in eine existenzbedrohende Situation bringen. AFP

Das Ansehen von Bankern

hat stark gelitten

Das Ansehen von Bankern hat im Zuge der Finanzkrise deutlich gelitten. Derzeit vertraut ihnen nur noch etwas mehr als die Hälfte der Deutschen (57 Prozent) – damit ist der Wert seit September 2008 um 15 Prozentpunkte gesunken. Das ergibt sich aus einer Studie der GfK-Marktforschung in Nürnberg, an der 18 800 Personen in 19 Ländern teilgenommen haben. Abgefragt wurde das Vertrauen zu 20 Berufsgruppen und Organisationen. dpa

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