NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Die Wirtschaftskrise hat zu mehr Existenzgründungen geführt

Während der Wirtschaftskrise hat die Zahl der Existenzgründungen in Deutschland zugenommen. Das ergibt sich aus dem repräsentativen Gründungsmonitor der KfW-Bankengruppe in Frankfurt. Demnach haben sich im Jahr 2009 rund 872 000 Menschen selbstständig gemacht. Das waren knapp zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Viele haben diesen Schritt offensichtlich aber nur aus der Not heraus gewagt. So war jeder fünfte Gründer den Daten zufolge vorher arbeitslos. Andererseits habe die Krise aber auch vermehrt „Chancengründer“ hervorgebracht. So erklärt ebenfalls jeder fünfte Gründer, dass die Krise ihm die Gelegenheit eröffnet habe, eine eigene Geschäftsidee zu verwirklichen. Viele nahmen demnach die Krise auch zum Anlass, einmal generell über ihre beruflichen Perspektiven nachzudenken. Internet: (http://dpaq.de/MinC6)dpa

Endspurt zur Ausbildung:

Noch gibt es freie Plätze

Jugendliche, die zwar ihr Abschlusszeugnis in der Hand, aber noch keinen Ausbildungsplatz haben, müssen nicht verzweifeln. Der Ausbildungsmarkt ist in diesem Jahr sehr entspannt, da sollte es laut Ilona Mirtschin von der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg für alle Bewerber einen Platz geben. Selbst wer bis Herbst nichts gefunden hat, müsse nicht aufgeben: „20 bis 25 Prozent der Ausbildungsverträge werden wieder aufgelöst“, berichtet Ilona Mirtschin. Bei Nachvermittlungsaktionen gebe es gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Gut sei, bis zum Januar des folgenden Jahres nachzurücken. „Danach muss ein halbes Jahr an die Ausbildung drangehängt werden.“ Außerdem lohne ein Besuch bei Veranstaltungen der Kammern. dpa

Von Burnout sind oft gerade

die Engagierten betroffen

Pflichtbewusste Mitarbeiter gelten in der Regel als vorbildlich. Sie dürfen es aber nicht übertreiben. Denn ihre Haltung geht leicht auf Kosten der Gesundheit: Ihr Pflichtgefühl treibt sie dazu, dass sie bis zum Umfallen schuften. Das kann schlimmstenfalls in einem Burnout enden. „Wer ausbrennt, hat vorher für etwas gebrannt“, erklärt die Arbeitsmedizinerin Ulrike Roth vom TÜV Rheinland in Köln. Meist seien es besonders engagierte und motivierte Beschäftigte, die in die „Burnout-Falle“ tappen. Der Grund dafür sei, dass sie oft unrealistische Erwartungen an sich und ihre Leistungen stellen.    Ein Burnout sei längst keine Managerkrankheit mehr. Jeder dritte Berufstätige fühlt sich erschöpft oder ausgebrannt, wie eine Studie der Techniker Krankenkasse ergeben hat. dpa

Studie: Die Zahl der Leiharbeiter

in der Pflege steigt

Krankenhäuser, Altenheime und mobile Pflegedienste beschäftigen nach einer Studie zunehmend Leiharbeiter. Ihre Zahl sei zwar noch relativ gering, habe sich aber seit 2004 verfünffacht, heißt es in einer am Dienstag in Düsseldorf veröffentlichten Studie des Instituts Arbeit und Technik (IAT). Laut der im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung erstellten Untersuchung sind 19 000 Leiharbeitskräfte in Gesundheitsberufen tätig, ein großer Teil davon in der Pflege. Die Autoren rechnen mit einem weiteren Anstieg. Für die nicht repräsentative Studie wurden den Angaben zufolge Stellenanzeigen großer Verleihunternehmen ausgewertet und Experteninterviews in Pflegeeinrichtungen, Zeitarbeitsfirmen sowie mit Personal- und Betriebsräten geführt. kna

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben