NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Ohrfeige für den Dollar

New York - Der US-Dollar hat einem UN-Bericht zufolge als Weltreservewährung versagt und sollte durch die Sonderziehungsrechte des Internationalen Währungsfonds (IWF) abgelöst werden. Dem Dollar mangele es an Stabilität, die für eine Reservewährung unerlässlich sei, heißt es im Wirtschafts- und Sozialbericht 2010 der Vereinten Nationen (UN). Insbesondere die Entwicklungsländer hätten in den vergangenen Jahren unter dem Wertverlust der amerikanischen Währung gelitten. An die Stelle des Dollar sollten daher die Sonderziehungsrechte (SZR) treten, wird in dem am Dienstag vorgelegten Bericht gefordert. Die SZR werden aus einem Bündel von Währungen gebildet und sind eine Art Spezialwährung des IWF. rtr

Daimler-Protest am Potsdamer Platz

Berlin - Zum „Lunch-Walk“ versammeln sich die Beschäftigten von Daimler heute am Potsdamer Platz. Die Belegschaft der dort ansässigen Daimler Financial Service (DFS) und der Mercedes-Benz-Bank protestieren gegen die Verlagerung von einigen hundert Arbeitsplätzen. So soll die DFS nach Stuttgart umziehen, was 480 Mitarbeiter beträfe. Gleichzeitig sollen einige hundert Arbeitsplätze der Mercedes-Benz-Bank von Stuttgart und Saarbrücken nach Berlin verlegt werden. Tsp

Ein-Euro-Stundenlohn ist strafbar

Magdeburg - Weil er Putzfrauen mit Stundenlöhnen unter einem Euro abgespeist hat, muss ein Reinigungsunternehmer 1000 Euro Geldstrafe zahlen. Die Summe ist wenig spektakulär, wohl aber das Urteil des Landgerichts Magdeburg vom Dienstag: Es bewertete das Unterschreiten eines allgemeinverbindlichen Mindestlohns als Straftat und nicht wie bisher üblich als Ordnungswidrigkeit. Gericht, Staatsanwaltschaft und Gewerkschaften maßen dem Richterspruch daher bundesweite Bedeutung zu. „Wenn Unternehmen Dumpinglöhne zahlen, müssen sie künftig mit härteren Strafen rechnen“, sagte Staatsanwalt Andreas Strauß. Der Mindestlohn für Gebäudereiniger lag zum Zeitpunkt der Taten bei 7,68 Euro.  dpa

Türkei wächst im Rekordtempo

Ankara - Die türkische Wirtschaft ist nach Angaben von Ministerpräsident Tayyip Erdogan im ersten Quartal in Rekordtempo gewachsen. Die Wirtschaft habe sich als eine der schnellsten von der Krise erholt, sagte er vor Angehörigen seiner Partei. Es könne einen neuen Rekord beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) geben. Dazu müsste das BIP im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als zwölf Prozent wachsen. rtr

Märkte setzen auf Staatspleiten

London - An den Finanzmärkten wächst erneut die Furcht vor einer Staatspleite in der Euro-Zone. Versicherungen gegen einen Zahlungsausfall von Anleihen aus den hochverschuldeten Staaten Spanien, Portugal, Italien, Irland und Belgien verteuerten sich am Dienstag deutlich. Nach Angaben des Datenanbieters Markit war der Schutz gegen den Ausfall fünfjähriger spanischer Anleihen so teuer wie nie zuvor. Markit begründete dies mit Sorgen über die Refinanzierungssituation spanischer Banken angesichts des bevorstehenden Auslaufens des gigantischen EZB-Jahrestenders. rtr

0 Kommentare

Neuester Kommentar