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Reallöhne steigen

Berlin - Die Reallöhne in Deutschland sind im ersten Quartal so stark gestiegen wie seit Krisenbeginn Ende 2008 nicht mehr. Sie lagen um durchschnittlich 0,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. „Einen solchen Zuwachs hat es zuletzt im vierten Quartal 2008 gegeben“, hieß es. Die Bruttomonatsverdienste kletterten von Januar bis März sogar um 1,6 Prozent. Die Hälfte davon zehrte allerdings die Inflation auf: Die Teuerungsrate lag bei 0,8 Prozent. Experten zufolge ist die positive Entwicklung vor allem auf die abnehmende Kurzarbeit und weniger auf Lohnerhöhungen zurückzuführen. Vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer verdienten im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich durchschnittlich 3178 Euro brutto. Sonderzahlungen sind dabei nicht berücksichtigt. Am meisten bekamen Beschäftigte der Finanz- und Versicherungsdienstleister (4224 Euro). Die niedrigsten Löhne zahlte das Gastgewerbe mit 1914 Euro.rtr

Arbeitslosenquote stagniert

Brüssel - Trotz der Konjunkturerholung kommt die Euro-Zone beim Abbau der Arbeitslosigkeit nicht weiter: Die Erwerbslosenquote verharrte im Mai bei 10,0 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat am Freitag mitteilte. In Deutschland sank die Rate im Vergleich zum April hingegen leicht auf 7,0 Prozent. Die niedrigste Arbeitslosenquote erreichte Österreich mit 4,0 Prozent. Mit Abstand die größten Probleme am Arbeitsmarkt hat das von der Schuldenkrise geplagte Spanien (19,9 Prozent). Insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit ist hier hoch: Die Quote beträgt 40,5 Prozent. rtr



Chinas Wirtschaft wächst trotz Krise

Peking - China ist Japan im Rennen um den Status der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt immer dichter auf den Fersen: Mit überraschend kräftigem Wachstum im Krisenjahr 2009 kam die Volksrepublik ihrem Ziel näher, den Rivalen in Fernost bald als zweitgrößte Wirtschaftsmacht nach den USA abzulösen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in China legte um 9,1 Prozent zu und wuchs damit stärker als zunächst mit 8,7 Prozent angenommen, wie das Nationale Statistikamt am Freitag mitteilte. Die Behörde begründete die Revision mit einer höheren Industrieproduktion und einem stärkeren Wachstum des Dienstleistungssektors. Im ersten Quartal 2010 ist das BIP um 11,9 Prozent gestiegen. Das Wachstum wird sich aber nach Einschätzung des Staatlichen Informationszentrums bis zum Jahresende etwas verringern. rtr

Ölkonzerne erhöhen Druck auf USA

Washington - Die Internationale Energieagentur IEA erhöht den Druck auf die US-Regierung, das vorübergehende Verbot von Öl- und Gasbohrungen im Meer nicht zu verlängern. Werde das Moratorium verlängert, sollten die Betreiber mit den stillgelegten Bohrinseln in anderen Ländern nach Öl und Erdgas suchen, sagte Agentur-Chef Nobuo Tanaka am Donnerstag. „Da bleibt praktisch keine Wahl“, sagte Tanaka, dessen Organisation 28 Industriestaaten in Energiefragen berät. Um die Ursache der Ölpest im Golf von Mexiko zu untersuchen, sei das Moratorium aber prinzipiell sinnvoll, räumte Tanaka ein. Die US-Regierung bemüht sich derzeit um ein neues Verbot, nachdem die Ölindustrie ein erstes Moratorium juristisch zu Fall gebracht hatte. rtr

Zuschüsse für 30 000 Dieselfahrer

Berlin - 3 0 000 Dieselfahrer haben im Juni die staatliche Förderung für die Nachrüstung ihres Autos mit einem Rußpartikelfilter beantragt. Das Förderprogramm reiche für insgesamt etwa 160 000 Anträge, teilte das Bundesumweltministerium mit. Dieselfahrer sollten ihre Fahrzeuge möglichst bald nachrüsten, empfahl das Ministerium. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) zahlt die Zuschüsse nach der Reihenfolge des Eingangs der Antragsunterlagen aus. Die Anträge für den Zuschuss von 330 Euro sind nur über die Internetseite des Bafa möglich. AFP

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