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China will keine Kursschwankungen

Peking/Shanghai - China sieht sich in der Wirtschaftspolitik vor großen Herausforderungen und will die Landeswährung vor großen Kursschwankungen bewahren. Die wirtschaftliche Lage sei zwar gut, sagte Ministerpräsident Wen Jiabao in einer am Sonntag im Internet verbreiteten Erklärung. Doch müsse China hart daran arbeiten, ein stabiles und relativ zügiges Wachstum zu fördern, die Wirtschaft umstrukturieren und die Inflationserwartungen im Zaum halten. „Die internationale Finanzkrise ist schwerer, und die Schwierigkeiten bei der wirtschaftlichen Erholung sind größer als zunächst angenommen“, warnte Wen. Die Notenbank des Landes signalisierte, starke Schwankungen beim Wechselkurs des Yuan auch künftig zu unterbinden. Die Notenbank beendete im Juni die fast zweijährige feste Bindung an den Dollar. Der Yuan hat seitdem jedoch zur Enttäuschung der USA nur um knapp ein Prozent zugelegt. rtr

Bei der Lufthansa wird verhandelt

Berlin - Vor der nächsten Verhandlungsrunde mit der Lufthansa hat die Gewerkschaft Verdi bessere Angebote für die 50 000 Mitarbeiter am Boden und in der Kabine verlangt. Die Fluggesellschaft solle auch alle Versuche beenden, „Beschäftigtengruppen des Konzerns gegeneinander auszuspielen“, sagte Verhandlungsführer Erhard Ott am Sonntag in Berlin. Die fünfte Runde der Tarifverhandlungen soll am Montag und Dienstag in Mörfelden-Walldorf bei Frankfurt am Main stattfinden. Während die Lufthansa laut Gewerkschaft vor allem eine Kostensenkung durchsetzen will, stehen bei Verdi Arbeitsplatzsicherung und Arbeitsbedingungen im Vordergrund. dpa

Boss schneidert Maßanzüge

Frankfurt am Main - Der Modekonzern Hugo Boss will künftig mit maßgeschneiderten Anzügen punkten. „Wir wollen Kunden, die das wünschen, ,Made to Measure’ anbieten, Anzüge, die den individuellen Maßen des Kunden angepasst werden“, kündigte Vorstandschef Claus- Dietrich Lahrs in der „Wirtschaftswoche“ an. Starten wolle er damit in ausgewählten Geschäften in Asien, danach in den USA. Auch in Deutschland könne er sich das gut vorstellen, sagte Lahrs. „Kosten wird ein solcher Anzug ab 2500 Euro aufwärts.“ Im Konkurrenzkampf der Branche setzt Lahrs auf Geschwindigkeit. Die Zeit zwischen Entwurf und Auslieferung einer Kollektion soll von bisher 50 auf 38 Wochen reduziert werden. rtr

Trichet erwartet keine Rezession

Aix-en-Provence - In Europa droht nach Ansicht von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet keine neue Rezession. „Das glaube ich überhaupt nicht“, sagte Trichet am Sonntag am Rande einer Konferenz im französischen Aix-en-Provence. Die Sparkurse der europäischen Regierungen zum Defizitabbau würgten das Wachstum nicht ab, sondern unterstützten die Erholung und das Vertrauen der Märkte. Eine wichtige Rolle spielten dabei auch die Pläne, die Banken einem Stress-Test zu unterziehen, fügte Trichet hinzu. Die Einschätzung des EZB-Präsidenten zur Rezession teilte auch US-Starökonom Nouriel Roubini. Der Euro-Zone stehe trotz Sparprogrammen und Vertrauensverlust kein Rückfall bevor, sagte der für seine düsteren Prognosen bekannte Volkswirt auf der gleichen Veranstaltung. Die Wachstumsperspektiven beurteilte er allerdings skeptischer. rtr

GM bereitet Börsen-Comeback vor

Detroit - Der amerikanische Autokonzern General Motors (GM) nimmt Kurs auf den Aktienmarkt. Nachdem die US- Regierung als Mehrheitseigner zugestimmt hat, laufen die Vorbereitungen für den Börsengang auf Hochtouren. Mitte August will der nur knapp der Pleite entronnene Autokonzern nach Informationen der „New York Times“ seine genauen Pläne bekannt geben. Wie die Zeitung berichtet, soll GM frühestens im Oktober dieses Jahres an die Börse zurückkehren. Das habe das US-Finanzministerium entschieden. Vorher, so berichteten mehrere US-Medien, wolle sich der Autokonzern noch finanziellen Freiraum verschaffen. Mehrere Banken sollen eine Kreditlinie über insgesamt fünf Milliarden Dollar bereitstellen. dpa

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