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EU will Sparer besser schützen

Brüssel - Die Banken und Sparkassen in Deutschland wehren sich gegen die geplante europaweit einheitliche Absicherung von Bankkunden gegen einen Verlust ihrer Ersparnisse. Die EU-Kommission schlug am Montag vor, die Standards der gesetzlichen Einlagensicherung zu harmonisieren und den Banken die Beitragshöhe vorzuschreiben. Bis Jahresende soll die abgesicherte Summe je Kunde einer Bank in der Regel auf 100 000 Euro steigen. Die deutsche Finanzbranche hält aber schon lange brancheneigene Absicherungen gegen Bankpleiten vor, die nach ihrer Auffassung eine bessere Einlagensicherung garantieren. Die EU will mit der Reform verhindern, dass die Sicherungsfonds nicht ausreichend gefüllt sind. rtr

Minister beruhigen Anleger

Brüssel/Frankfurt am Main - Politiker und Bankenvertreter sind Sorgen über neue Hiobsbotschaften durch die derzeit laufenden Belastungstests für Banken in Europa entgegengetreten. Die Erweiterung der noch laufenden Stresstests auf mehrere Szenarien und die Veröffentlichung der Ergebnisse einzelner Banken seien wichtig, um die Verunsicherung an den Finanzmärkten zu beenden, erklärte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Montag vor dem Treffen der EU-Finanzminister in Brüssel. „Das ist das Ziel der Veranstaltung, ich hoffe, dass wir es erreichen.“ In der gesamten EU werden derzeit 91 Banken, darunter 14 deutsche Institute, daraufhin überprüft, ob sie unter Krisenbedingungen mit genug Eigenkapital gegen eine Pleite abgesichert wären. rtr

Aldi verliert in der Preisschlacht

Nürnberg - Die Discounter sollten eigentlich die Gewinner der Krise sein. Wenn Verbraucher weniger Geld in der Tasche haben, werden sie vor allem dort einkaufen, wo es am billigsten ist. Diese Erwartung gab es auch für den deutschen Lebensmittelhandel. Doch jetzt steht ausgerechnet der führende Discounter Aldi in einer GfK-Studie als der große Verlierer des Jahres 2009 da. Nach Schätzung der Nürnberger Marktforscher ging der Aldi-Umsatz im vergangenen Jahr in Deutschland um 4,4 Prozent und der Marktanteil um 0,6 Punkte auf 18,4 Prozent zurück. Auch in diesem Jahr komme Aldi nicht in Schwung, im ersten Quartal 2010 habe Aldi drei Prozent weniger Umsatz erzielt. Zusätzliche Kunden konnten die Discounter insgesamt aber trotz der 14 Preissenkungsrunden nicht gewinnen. Mit knapp 45 Prozent blieb ihr Marktanteil am Lebensmittel-Einzelhandel nahezu unverändert, heißt es in der Studie der Konsumforscher. dpa

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