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Finanzprofis wieder pessimistisch

Mannheim/Berlin - Trotz der aktuellen Stärke wird die deutsche Wirtschaft nach Ansicht von Börsenprofis im zweiten Halbjahr einen Gang zurückschalten. Das ZEW-Barometer für die Aussichten in den kommenden sechs Monaten sank im Juli unerwartet deutlich auf 21,2 Punkte von 28,7 Zählern im Vormonat. Das teilte das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner Umfrage unter Anlegern und Analysten mit. Wegen der zuletzt kräftig anziehenden Wirtschaft werteten die Investoren die Lage erstmals seit zwei Jahren wieder positiv. Aber: „Das Aufwärtspotenzial der deutschen Wirtschaft scheint bis zum Jahresende weitgehend ausgeschöpft zu sein“, sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz.rtr

Großes Interesse am E-Brief

Karlsruhe - Für das neue Angebot des Online-Briefs haben sich bereits rund 125 000 Nutzer registriert. Sie sicherten sich in den vergangenen Tagen bei den E-Mail-Anbietern GMX und Web.de eine der neuen sogenannten De-Mail-Adressen, wie die Unternehmen am Dienstag mitteilten. Über die neuen Adressen können die Nutzer voraussichtlich ab dem Jahreswechsel die neuen Internetbriefe senden und empfangen. Auch die Telekom begann inzwischen mit der Registrierung der Adressen. An diesem Mittwoch will auch die Deutsche Post ihren Internetbrief starten. AFP

Siemens: Großauftrag aus Russland

München - Siemens steht vor einem weiteren Großauftrag der russischen Eisenbahn. Vorstandschef Peter Löscher werde im Zuge der Russlandreise von Kanzlerin Angela Merkel Vorverträge über die Lieferung von 240 Regionalzügen unterzeichnen, bestätigte ein Konzernsprecher nach Angaben aus Regierungskreisen. Die Lieferung werde sich planmäßig über die nächsten zehn Jahre erstrecken. Aus Regierungskreisen hieß es, die Order habe ein Volumen von 2,2 Milliarden Euro. Siemens wollte sich zum Wert nicht äußern. Erst im Mai hatte die russische Bahn beim örtlichen Siemens-Joint-Venture Ural Locomotives 221 elektrische Güterloks bestellt. rtr

Freudenberg-Tochter expandiert

Berlin - Die Unternehmensgruppe Freudenberg übernimmt alle Anteile an der Freudenberg Schwab GmbH in Hennigsdorf und der Schwab Schwingungstechnik in der Schweiz. Bisher gehörten Freudenberg 51 Prozent beziehungsweise 20 Prozent der beiden Gesellschaften, die künftig gemeinsam unter dem Namen Freudenberg Schwab auftreten sollen, wie das Unternehmen mitteilte. Freudenberg Schwab vertreibt in Hennigsdorf schwingungstechnische Bauteile als Systemlösungen für Schienenfahrzeuge der Hersteller Siemens, Bombardier oder Alstom. In Entwicklung und Vertrieb in Hennigsdorf arbeiten rund 15 Mitarbeiter, im Werk in Velten 188. Tsp

Bahn-Logistik will nach Frankfurt

Frankfurt am Main - Die Deutsche Bahn wird die Zentrale ihrer Logistiksparte in Frankfurt ansiedeln. Aus Unternehmenskreisen wurden am Dienstag entsprechende Medienberichte bestätigt. Bislang sind die Führungseinheiten auf die Standorte Berlin (rund 200 Mitarbeiter), Essen und Mainz verstreut. Zuletzt war auch Duisburg als Unternehmenszentrale im Gespräch. Einzelheiten will das Unternehmen mit seinen weltweit rund 90 000 Mitarbeitern den Kreisen zufolge an diesem Mittwoch bekanntgeben. Den Berichten sind mehrere hundert Mitarbeiter betroffen. Über eine Konzentration des Unternehmens an einem einzigen Standort wird bereits seit Monaten spekuliert. dpa

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