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Fahnder durchsuchen Crédit Suisse



Düsseldorf - Auf der Jagd nach Steuersündern haben Fahnder am Mittwoch in 13 deutschen Städten Geschäftsräume der Bank Crédit Suisse durchsucht. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Düsseldorf mit. Auslöser der Ermittlungen sind die illegal beschafften Daten über Steuersünder auf einer CD, die das Land Nordrhein-Westfalen vor Monaten gekauft hatte. Der Durchsuchungsbeschluss des Düsseldorfer Amtsgerichts wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung richte sich gegen unbekannte Mitarbeiter der „Crédit Suisse“, teilte die Behörde mit. Die Bank in Zürich bestätigte die Durchsuchungen und betonte, sie arbeite mit den zuständigen Behörden zusammen. dpa

Firma verklagt Ebay auf Milliarden

New York - Die US-Firma XPRT Ventures hat Ebay wegen Verstößen gegen Patentrechte verklagt. Das Internet-Auktionshaus habe bei der Entwicklung von lukrativen Online-Bezahlsystemen wie PayPal sechs XPRT-Patente verletzt, hieß es in der bei einem Gericht in Delaware eingereichten Klageschrift. XPRT verlangt demnach Schadensersatz in Höhe von mindestens 3,8 Milliarden Dollar. Ebay Deutschland erklärte, die Klage zu prüfen. „Wir gehen davon aus, dass die Vorwürfe ungerechtfertigt sind und werden uns entschlossen dagegen zur Wehr setzen“, teilte der Konzern mit. rtr

Apotheken fehlt Wettbewerb

Berlin - Die Monopolkommission hat erneut mangelnden Wettbewerb auf dem Apotheken-Markt und im Arzneimittelverkauf ausgemacht. In ihrem am Mittwoch in Berlin vorgelegten Gutachten sprechen sich die Regierungsberater zwar gegen eine vollständige Deregulierung des Einzelhandels mit Arzneimitteln aus. Empfohlen wird aber „ein sanfter Preiswettbewerb“ auch bei verschreibungspflichtigen Medikamenten. Patienten sollen dafür ein durch „die Apotheke selbst in Grenzen festzulegendes Entgelt für die Dienstleistung“ bezahlen. Das heute geltende Apothekenhonorar könnte künftig als Obergrenze dienen, der Kassenabschlag soll wegfallen. Als Ausgleich soll für die Patienten die gesetzliche Zuzahlung entfallen. dpa

RWE exportiert Elektromobilität

Essen - RWE will als erster deutscher Versorger im Zukunftsmarkt Elektromobilität den Schritt über die Grenze wagen. „RWE wird sich im Ausland an Ausschreibungen beteiligen“, kündigte Ingo Alphéus, Chef der für den Geschäftsbereich zuständigen RWE Effizienz, im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ an, „in Europa gibt es immer mehr davon.“ Dabei geht es um Ladesäulen für Elektroautos. An einer großen Ausschreibung hat sich der Konzern beteiligt: London will bis 2015 rund 25 000 Ladesäulen kaufen. Sollte RWE zumindest für eine Tranche zum Zuge kommen, winkt ein Millionenauftrag. Nach den Worten von Alphéus stehen auch in anderen britischen Städten und den Niederlanden Aufträge an. HB

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