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Merkel gegen EU-Kohlepläne



Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat das von der EU-Kommission angestrebte frühere Ende für Kohlesubventionen kritisiert. „Begeistert bin ich nicht, um es vorsichtig zu sagen“, sagte die Kanzlerin am Mittwoch. Ein Plan der Kommission sieht vor, dass unrentable Steinkohlezechen bereits 2014 schließen sollen, indem ab dann Subventionen für die Bergwerke nicht mehr zulässig sind. Deutschland hat einen Ausstieg bis 2018 vereinbart. Merkel monierte nun, die Kommission hätte mit den Mitgliedstaaten über ihre Pläne noch einmal sprechen sollen. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hingegen begrüßte den Vorstoß der EU-Kommission. „Es ist eine Richtung, die ökologisch und ökonomisch aus meiner Sicht durchaus vernünftig ist“, sagte er am Mittwoch im ARD- Morgenmagazin. AFP

US-Wirtschaft: Bernanke skeptisch

Washington - Der Ausblick für die US-Wirtschaft ist nach den Worten von Notenbank-Chef Ben Bernanke “außergewöhnlich unsicher“. Die Fed stehe daher weiterhin bereit, notfalls weitere Maßnahmen zur Stützung der konjunkturellen Erholung zu treffen, sagte Bernanke am Mittwoch bei einer Anhörung im US-Kongress. Zwar sei die Erholung der US-Wirtschaft insgesamt auf einem guten Weg, doch gebe es derzeit große Abwärtsrisiken für das Wachstum, sagte der Fed-Chef. Sorgen bereite insbesondere die zögerliche Erholung des Arbeitsmarktes. Darüber hinaus sei der Häusermarkt nach wie vor schwach, das Überangebot an Immobilien belaste die Preise. Zudem nannte Bernanke die europäische Schuldenkrise als großen Unsicherheitsfaktor. Der Markt reagierte dennoch negativ auf die Äußerungen: Kurz nach Veröffentlichung des Redemanuskripts von Bernanke gaben die US-Börsen deutlich nach und der Euro rutschte ab. rtr

Krankenkassen sagen Fusion ab

Düsseldorf - Die angestrebte Fusion der DAK und der BKK Gesundheit ist überraschend geplatzt. Die Verhandlungen, die nur drei Wochen angedauert haben, seien beendet worden, teilten beide Kassen am Mittwoch mit. Die DAK sieht „keine tragfähige Basis für den Zusammenschluss“. Die BKK Gesundheit will nach eigenen Angaben als größte Betriebskrankenkasse lieber eigenständig bleiben. Die DAK ist mit 6,4 Millionen Mitgliedern bereits die drittgrößte gesetzliche Krankenkasse in Deutschland. Mit den 1,4 Millionen Versicherten der BKK Gesundheit wäre sie nah an die Nummer zwei, die Techniker Krankenkasse, herangerückt. Vor drei Wochen schien es noch, als würden die beiden im Eiltempo schon am 1. Oktober fusionieren. itt (HB)

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