NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Ericsson hat Engpässe

Stockholm - Engpässe bei Komponenten und klamme Kunden machen dem weltweit größten Mobilfunkausrüster Ericsson zu schaffen. Im zweiten Quartal fiel der Betriebsgewinn – ohne Gemeinschaftsunternehmen und Restrukturierungskosten – um 13 Prozent auf umgerechnet rund 563 Millionen Euro (5,3 Milliarden Kronen). Der Umsatz schrumpfte binnen Jahresfrist um acht Prozent auf 5,1 Milliarden Euro. Mit beiden Kennziffern blieb der Konzern hinter den Markterwartungen zurück. Für den weiteren Geschäftsverlauf übte sich Ericsson daher in Zurückhaltung. rtr

American Express verdient wieder

New York - Der Kreditkarten-Anbieter American Express muss sich nur noch selten mit säumigen Schuldnern herumschlagen. Nachdem sich die wirtschaftliche Lage entspannt hat, zahlen die Kunden ihre Kreditkarten-Rechnungen wieder pünktlicher. Im zweiten Quartal verdreifachte sich der Gewinn gegenüber dem krisengeschüttelten Vorjahreszeitraum auf eine Milliarde Dollar. Zu verdanken war das vor allem den Geschäftskunden. dpa

Vodafone erholt sich

London - Erstmals seit Beginn der Krise geht es bei dem britischen Mobilfunkanbieter Vodafone wieder richtig aufwärts. Nicht zuletzt dank seiner deutschen Kunden, aber auch mit Hilfe des Heimatmarkts und der Türkei kehrte der nach Umsätzen weltgrößte Mobilfunker zum Wachstum zurück und machte mehr Umsatz. Der Rivale der Deutschen Telekom steigerte seine Erlöse im abgelaufenen Quartal im Vertragsgeschäft um 1,1 Prozent und erreichte 12,6 Milliarden Euro. In den Quartalen zuvor hatte Vodafone noch Einbußen von einem bis drei Prozent hinnehmen müssen. Der Umsatz der gesamten Gruppe wuchs in den drei Monaten bis zum 30. Juni um 4,8 Prozent auf 13,4 Milliarden Euro. rtr

Bechstein verkauft mehr Klaviere

Berlin - Beim traditionsreichen Klavierbauer Bechstein hat sich das Geschäft kräftig belebt. Im ersten Halbjahr 2010 wurden 385 000 Euro Gewinn verbucht – nach einem Verlust von 54 000 Euro im Vorjahreszeitraum, wie die C. Bechstein Pianofortefabrik am Freitag zur Hauptversammlung mitteilte. Der Umsatz wuchs von Januar bis Juni um 15,5 Prozent auf 15,4 Millionen Euro, verkauft wurden 2090 Instrumente (plus 303 Stück). Einen leicht rückläufigen Absatz im Inland glichen deutliche Steigerungen beim Export mehr als aus. Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand einen Umsatz von 31 (2009: 29,3) Millionen Euro und mehr als eine Million Euro Gewinn an. dpa

C. BECHSTEIN]A+ ist nicht sehr sparsam

Hamburg - Wegen irreführender Werbung für ein Kühlgerät haben Verbraucherschützer nach eigenen Angaben ein Urteil gegen die Elektronikkette Media Markt erstritten. Nach Darstellung der Hamburger Verbraucherzentrale vom Freitag verbot das Landgericht Freiburg dem Elektroriesen, für eine nur durchschnittlich sparsame Kühl-Gefrier-Kombination mit dem Slogan „sehr sparsam im Verbrauch“ zu werben. Das Kühlgerät zählte demnach zur Energieeffizienzklasse A+. Solche Geräte schneiden aber laut Verbraucherzentrale beim Stromverbrauch leicht über- oder unterdurchschnittlich ab und gehören keinesfalls zu den technischen Spitzenreitern. (Az. 12 O 37/10) Das Urteil ist nicht rechtskräftig. AFP

Mehr Fernseher wegen WM verkauft

Nürnberg - Die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika hat für stark gestiegene Verkäufe von TV-Geräten gesorgt. Verglichen mit dem Vorjahr habe es in der Woche vor dem WM-Beginn eine Zuwachsrate von 77 Prozent beim Absatz von Fernsehgeräten gegeben, teilte die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) mit. Zwischen Mitte Mai und Mitte Juli lagen die Zuwachsraten zwischen 20 und 77 Prozent. Der Umsatzzuwachs betrug bis zu 70 Prozent . Insgesamt seien in dem Zeitraum 800 000 Fernsehgeräte verkauft worden. dpa

Windows 7 ist ein Renner

Redmond - Windows 7 ist und bleibt eine Goldgrube für Microsoft. Auch im vierten Geschäftsquartal (Ende Juni) sorgte das Computer-Betriebssystem gemeinsam mit der neuesten Version der Bürosoftware Office für Rekordzahlen. Der Umsatz kletterte um 22 Prozent auf niemals erreichte 16,0 Milliarden Dollar (12,4 Milliarden Euro). Der Gewinn nahm im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 48 Prozent auf unterm Strich 4,5 Milliarden Dollar zu. Einen weiteren Schub erhofft sich Microsoft im Herbst durch das neue Handy-Betriebssystem Windows Phone 7 und die Gestensteuerung Kinect für die Spielkonsole Xbox 360. dpa

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