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BP will Bohrloch schließen

Biloxi - Der Ölkonzern BP will am Dienstag versuchen, das für die Ölpest im Golf von Mexiko verantwortliche Bohrloch endgültig zu verschließen. Bei der Aktion “static kill“ sollen Schlamm und Zement in das Bohrloch in rund 1500 Metern Tiefe gepresst und die Öffnung versiegelt werden. Bis Ende August sollten auch die Entlastungsbohrungen fertig sein, sagte BP-Chef Bob Dudley am Freitag. Damit soll die Gefahr austretenden Öls gebannt werden. Dudley sagte, BP sei derzeit dabei, sich von Vermögenswerten zwischen 25 und 30 Milliarden Dollar zu trennen. Die Erlöse sollten für die Säuberungsarbeiten und Schadenersatzansprüche verwendet werden. rtr

China überholt Japan

Peking - China hat nach eigenen Berechnungen Japan den Rang als zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde abgelaufen: Mit einem Wachstum der Wirtschaftsleistung von 11,1 Prozent im ersten Halbjahr habe die Volksrepublik den Sprung auf Platz zwei geschafft, teilte der Chef der obersten Devisenbehörde, Yi Gang, am Freitag mit. Für das Gesamtjahr veranschlagt das Land ein Plus von mehr als neun Prozent. Nach Berechnungen der Weltbank könnte China bei entsprechender Wechselkursentwicklung in 15 Jahren die führende Wirtschaftsmacht USA überholen. rtr

Brüderle lockt Ausländer

Düsseldorf - Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) will mit einer groß angelegten Offensive qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland locken. Dieses Vorhaben stehe „ganz oben auf seiner Agenda“, sagte Brüderle dem „Handelsblatt“. Zustimmung für die Idee kam aus der Wirtschaft, während die IG Metall forderte, zunächst vor allem junge Deutsche zu Fachkräften weiterzubilden. Eine Lockprämie für ausländische Fachkräfte sei ein Signal in die falsche Richtung, sagte auch CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt. AFP

500 000 wechseln Kasse

Berlin - Hunderttausende Versicherte haben Krankenkassen mit Zusatzbeiträgen den Rücken gekehrt. Im ersten Halbjahr gab es eine deutliche Kündigungswelle bei den ersten 16 betroffenen gesetzlichen Kassen. Das belegen Informationen aus Branchenkreisen. Die DAK verließen bis 1. Juli rund 241 000 Mitglieder, wie ein DAK-Sprecher sagte. Die KKH-Allianz verlor 147 000 Versicherte, davon 116 000 Mitglieder – erstmals auch viele Rentner und Hartz-IV-Empfänger. dpa

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