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EU-Statistik: Deutsche haben

den meisten Urlaub



Die Deutschen haben verglichen mit ihren europäischen Nachbarn am häufigsten Urlaub. Wie aus einer am Mittwoch in Dublin vorgestellten Studie der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen (Eurofound) hervorgeht, standen 2009 jedem deutschen Arbeitnehmer im Durchschnitt 40,5 bezahlte freie Tage zu. Im EU-Durchschnitt machte jeder Arbeitnehmer den Angaben zufolge 33,7 Tage frei. Damit gehört Deutschland zu den Urlaub-Spitzenreitern, dicht gefolgt von Dänemark (40 Tage), Italien (39 Tage) und Österreich (37 Tage). In Ungarn oder Bulgarien waren es Eurofound zufolge lediglich je 28 Tage. Die Zahlen beinhalten Feiertage sowie die vom Arbeitgeber gewährten Urlaubstage. epd

Für die Zufriedenheit im Job

ist das Arbeitsklima entscheidend

Die Zufriedenheit im Job hängt vor allem vom Arbeitsklima im Betrieb ab. Es ist für Arbeitnehmer das wichtigste Kriterium für ihr Wohlbefinden am Arbeitsplatz, wie eine repräsentative Umfrage von TNS Emnid ergeben hat. Demnach sagt gut jeder Zweite (55 Prozent), dass es vom Klima bei der Arbeit abhängt, wie wohl er sich im Job fühlt. Damit ist die Atmosphäre den Arbeitnehmern sogar wichtiger als ihre Aufgaben (42 Prozent) oder ihr Gehalt (38 Prozent). Das Gehalt spielt auch eine geringere Rolle als früher, wenn es um die Zufriedenheit im Beruf geht: Seit dem ersten Vierteljahr 2010 ist der Wert um 1 Prozentpunkt gesunken. Die Aufgaben haben mit einem Minus von 4 Prozentpunkten noch stärker an Bedeutung verloren. Im Auftrag der Personalfirma Job AG in Fulda sind 1140 Berufstätige befragt worden. dpa

Hohe Arbeitsbelastung

kann depressiv machen

Eine zu hohe Arbeitsbelastung kann depressiv machen. Das bestätigt eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in Dortmund. Je höher die Belastung im Job ist, desto häufiger kommt es danach zu Depressionen oder depressiven Verstimmungen. Nicht bestätigt habe sich hingegen die Annahme, dass ein geringer Handlungsspielraum des Beschäftigten bei seiner Tätigkeit das Risiko einer Depression erhöht. Die Experten hatten für die Studie die Arbeitsbedingungen von 517 Beschäftigten bei Banken und Versicherungen, im Gesundheitswesen und im Öffentlichen Dienst untersucht. Dabei bewerteten sie die Arbeitsbelastung der Angestellten nach objektiven Kriterien – und nicht nach der Sicht der Mitarbeiter. AFP

Immer mehr Menschen arbeiten

für einen Niedriglohn

Die Zahl der Niedriglöhner in Deutschland ist gestiegen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen. Demnach haben 2008 rund 6,55 Millionen Beschäftigte eine Vergütung unterhalb der Niedriglohnschwelle erhalten – das waren rund 162 000 mehr als 2007. Seit 1998 ist die Zahl der Geringverdiener damit sogar um fast 2,3 Millionen gestiegen. Jeder fünfte Beschäftigte (20,7 Prozent) erhielt 2008 einen Niedriglohn. Nach einer OECD-Definition heißt das: Betroffene in Westdeutschland bekamen weniger als 9,50 Euro, in Ostdeutschland weniger als 6,87 Euro brutto pro Stunde. Die ausgewerteten Daten stammen aus dem Sozio-oekonomischen Panel, einer jährlichen repräsentativen Befragung von Privathaushalten in Deutschland. (Mehr dazu im Internet unter: http://dpaq.de/C4XxF) dpa

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