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Berggruen bekommt Verlängerung

Frankfurt am Main - Der Investor Nicolas Berggruen bekommt noch einmal gut drei Wochen Zeit, um sich mit den Vermietern von Karstadt auf die Bedingungen einer Übernahme des Warenhauskonzerns zu einigen. Das Amtsgericht Essen wolle nun erst am 3. September beschließen, ob auch die letzte Bedingung für den Insolvenzplan erfüllt ist, mit dem Karstadt entschuldet werden soll, teilte Insolvenzverwalter Klaus-Hubert Görg am Dienstag mit. Es fehle nur noch der Mietvertrag für 86 der 120 Häuser, die dem Immobilienkonsortium Highstreet gehören. Dessen Gläubiger wollen darüber eine Abstimmung abhalten, die frühestens Anfang September stattfinden kann. rtr

China steckt Milliarden ins E-Auto

Shanghai - Der chinesische Autohersteller Jianghuai will umgerechnet 3,3 Milliarden Euro (30 Milliarden Yuan) in die Produktion von sauberen Wagen investieren. Dafür werde Jianghuai ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Beteiligungsgesellschaft Far East Golden Resources des Auto-Industriellen Yang Rong gründen, teilte Jianghuai am Dienstag mit. Ziel sei es, in den kommenden acht Jahren eine Million Autos herzustellen. An dem Gemeinschaftsunternehmen seien beide Konzerne zur Hälfte beteiligt. Neben Autos würden auch Motoren und Batterien produziert. Die chinesische Regierung will Medienberichten zufolge in den nächsten zehn Jahren mehr als elf Milliarden Euro in die noch in den Kinderschuhen steckende Industrie für umweltfreundliche Fahrzeuge investieren. rtr

Kachelmann ist wieder Chef

Mannheim - Fernsehmoderator Jörg Kachelmann führt nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft wieder die Geschäfte seiner Firma Meteomedia. Mitgesellschafter Frank Werner ist als Mitglied des Verwaltungsrats zurückgetreten. Er hatte sich dafür eingesetzt, dass sich Kachelmann aus dem operativen Geschäft des Unternehmens zurückzieht. Nachdem er in dem dreiköpfigen Verwaltungsrat dafür keine Mehrheit fand, habe er die Konsequenzen gezogen, sagte Werner am Dienstag. Kachelmann muss sich von September an vor dem Mannheimer Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seine ehemalige Freundin vergewaltigt zu haben. dpa

US-Börsenaufsicht zahlt für Hinweise New York - In den USA müssen Finanzunternehmen, die ihre Geschäfte mit Tricks aufbessern, in Zukunft ihre Mitarbeiter fürchten: Die US-Börsenaufsicht SEC will etwa Bankangestellte mit Millionenbeträgen belohnen, wenn sie ihre Firmen bei Gesetzesverstößen verpfeifen, wie ein SEC-Sprecher am Montag (Ortszeit) in New York sagte. Im Gegenzug für Tipps sichert die Behörde den Hinweisgebern zudem Anonymität zu. Das neue Gesetz ist Teil der Ende Juli in Kraft gesetzten Finanzmarktreform in den USA. AFP

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