NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Salzgitter schafft die Wende

Salzgitter - Der zweitgrößte deutsche Stahlhersteller Salzgitter profitiert von der kräftigen Konjunkturerholung und ist im zweiten Quartal des Jahres in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Der operative Vorsteuergewinn von 18,6 Millionen Euro (Vorjahr minus 96,9 Mio.) reichte aber noch nicht für ein positives Halbjahresergebnis. Nach den ersten sechs Monaten stand unter dem Strich in der am Donnerstag in Salzgitter veröffentlichten Bilanz noch ein Verlust von 3,5 Millionen. Im Vergleichszeitraum 2009 waren es minus 165 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr hält die Salzgitter-Führung jetzt einen Vorsteuergewinn für möglich – bisher war sie von einem ausgeglichenen Ergebnis ausgegangen.    dpa

Hochwasser betrifft auch BMW

München - Das Hochwasser in Tschechien bremst beim Autobauer BMW die Produktion im größten Werk Dingolfing. Seit Mittwoch gebe es Einschränkungen, weil ein tschechischer Zulieferer keine Dachverkleidungen liefern könne, sagte ein Konzernsprecher. Statt gut 1200 Fahrzeugen pro Tag würden derzeit nur 400 bis 500 Wagen gefertigt. Der Zulieferer produziert auch für die Volkswagen-Tochter Skoda, die bereits am Mittwoch die Produktion in ihren drei Werken in Tschechien ausgesetzt hatte. Im Norden des Landes hatten Sturzfluten am Wochenende hohe Schäden angerichtet, mehrere Menschen starben. rtr

Mehr Handys verkauft

München - Sinkende Preise haben den weltweiten Absatz von Handys im vergangenen Quartal kräftig angekurbelt. In den Monaten April bis Juni seien mit knapp 326 Millionen Mobiltelefonen fast 14 Prozent mehr verkauft worden als im Vorjahreszeitraum, teilte der Marktforscher Gartner am Donnerstag mit. Den Herstellern macht ihr heftiger Konkurrenzkampf vor allem bei den populären Smartphones zu schaffen. „Obwohl der Markt zweistellige Wachstumsraten zeigt, fallen die Durchschnittspreise niedriger aus als erwartet und die Renditen sinken“, erklärte Gartner-Analystin Carolina Milanesi. Das Segment für Smartphones, mit denen Benutzer auch E-Mails verschicken und im Internet surfen können, legte im vergangenen Quartal um gut die Hälfte zu. Jedes fünfte verkaufte Mobiltelefon ist mittlerweile ein Smartphone. Marktführer ist hier, wie im gesamten Geschäft, weiterhin die finnische Nokia. rtr

WestLB verliert

Düsseldorf - Die Schuldenkrise im EU-Raum hat den Gewinn der WestLB gedrückt. Kursverluste bei Staatsanleihen und ähnlichen Papieren schlugen in der Halbjahresbilanz der nordrhein-westfälischen Landesbank mit mehr als 300 Millionen Euro negativ zu Buche. Unter dem Strich ging der Halbjahresgewinn um 70 Prozent auf 67 Millionen Euro zurück, wie die WestLB AG am Donnerstag mitteilte. Das zweite Quartal 2010 allein betrachtet stieg der Gewinn deutlich von 12 auf 28 Millionen Euro. Die WestLB hat Ende April den überwiegenden Teil ihrer Staatsanleihen in die „Bad Bank“ ausgelagert. Deshalb schlagen Marktschwankungen bei diesen Papieren künftig nicht mehr zu Buche. dpaWESTLB AG]

Siemens wartet Gaskraftwerke

München - Siemens hat Großaufträge für die Wartung von Gaskraftwerken in Frankreich und den Philippinen erhalten. Der Gesamtwert der beiden Orders betrage rund 800 Millionen Euro, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Zudem hat die französische Poweo nach dem Bauauftrag für ein neues Gaskraftwerk im Nordosten des Landes nun auch den dazugehörigen Service bei Siemens bestellt. Die Münchener sollen sich nach der Fertigstellung 2013 noch 19 Jahre lang um ihre Technik kümmern. Serviceaufträge im Energiesektor zählen zu den lukrativsten Geschäften von Siemens. Die Margen der entsprechenden Sparte sind derart hoch, dass sie der Konzern als einzige seiner 15 Divisionen nicht ausweist.rtr

Jenoptik hakt die Krise ab

Jena - Der Technologiekonzern Jenoptik ist wieder profitabel. Im ersten Halbjahr wurde ein Gewinn von 3,5 Millionen Euro erwirtschaftet, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Im Vorjahreszeitraum hatte Jenoptik noch einen Verlust von 11,1 Millionen Euro eingefahren. Die harten Einschnitte hätten sich ausgezahlt, erklärte Vorstandschef Michael Mertin. Jenoptik hatte im vergangenen Jahr auf Umsatzeinbrüche mit der Aufgabe verlustreicher Bereiche, unter anderem in Gießen, und Stellenabbau reagiert. Derzeit beschäftigt die Optik-Gruppe knapp 3 100 Mitarbeiter. In den ersten sechs Monaten verbuchte das Unternehmen ein leichtes Umsatzplus von 3,6 Prozent auf 239,6 Millionen Euro. dpa

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