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Fiskus drängt sich nicht vor

Berlin - Die Pläne der Bundesregierung, den Staat als Gläubiger bei Insolvenzen zu bevorzugen, sind vom Tisch. Nach heftigem Widerstand des Bundesjustizministeriums und des Verbands der Insolvenzverwalter verständigten sich Justiz- und Finanzressort offenbar darauf, eine Alternative zu finden. Wie diese aussehen könnte, ist noch offen. Die Änderungen sollten dem Staat 2011 Mehreinnahmen von 455 Millionen Euro in die Kassen spülen. Die Wiedereinführung des 1999 abgeschafften Fiskusprivilegs wurde nun aus dem Haushaltsbegleitgesetz gestrichen, den das Finanzministerium vergangene Woche verschickt hatte. Das Privileg hätte dem Finanzamt, den Sozialkassen oder der Bundesagentur für Arbeit bei einer Firmenpleite gegenüber anderen Gläubigern Vorrang eingeräumt. Tsp



Kartellamt nimmt Google ins Visier

Bonn/Berlin - Das Bundeskartellamt prüft Beschwerden gegen den Internet-Konzern Google. Darunter sind Eingaben des Verbraucherportals Ciao.de, des Stadtplandienstes Euro-Cities und des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), wie eine Sprecherin der Behörde am Montag sagte. Die „Wirtschaftswoche“ hatte zuvor berichtet, es gehe unter anderem um den Vorwurf, Google bevorzuge die eigenen Dienste in seiner Suchmaschine. Für die Beschwerden sei inhaltlich zum Teil die EU-Kommission zuständig, erklärte die Kartellamtssprecherin. Im Fall von Ciao.de sei noch der Vorwurf zu prüfen, wonach Google Nachteile angedroht haben soll, falls das Verbraucherportal wettbewerbsrechtliche Schritte ergreifen sollte. dpa

Österreicher kaufen Mäc-Geiz

Landsberg - Wenige Monate nach der Pleite ist der Haushaltsdiscounter Mäc- Geiz größtenteils gerettet. Der österreichische Handelskonzern MTH übernimmt 184 Filialen und die meisten Mitarbeiter, wie Mäc-Geiz am Montag mitteilte. Zu MTH gehören die österreichischen Handelsketten Libro und Pagro, in Deutschland ist MTH an dem Discounter „Pfennigpfeiffer“ beteiligt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Mäc-Geiz hat bundesweit rund 260 Filialen und 1600 Beschäftigte. Den Kauf der übrigen rund 70 Filialen prüft der Textildiscounter NKD. AFP

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