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Bahn zählt 30 Bieter für Arriva



Hamburg - Rund 30 Unternehmen haben bei der Deutschen Bahn Interesse an dem deutschen Geschäft des Verkehrsunternehmens Arriva angemeldet. Das sagte Bahnchef Rüdiger Grube am Mittwochabend vor dem „Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten“. Die Bahn muss das Unternehmen aus kartellrechtlichen Gründen nach dem Erwerb der britischen Konzernmutter Arriva verkaufen. In Deutschland bietet Arriva Bahn- und Busverkehre an und erreicht mit mehr als 3 000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 460 Millionen Euro. Erstmals verkündete Grube auch den genauen Tag für die seit langem angestrebte Testfahrt eines ICE durch den Kanaltunnel nach London. Am 19. Oktober soll der erste ICE an die Themse rollen. dpa

Gazprom verdreifacht Gewinn

Moskau - Der russische Gasmonopolist Gazprom hat im ersten Quartal 2010 seinen Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdreifacht. Der Überschuss sei von 110 Milliarden Rubel auf rund 336 Milliarden Rubel geschnellt (rund 8,5 Milliarde Euro), teilte der Staatskonzern am Donnerstag in Moskau mit. Der Erlös stieg von 837 Milliarden auf rund 956 Milliarden Rubel. Zwar sank der Erlös aus dem Gasgeschäft in Europa wegen niedrigerer Preise um 22 Prozent. In anderen wichtigen Absatzmärkten wie den früheren Sowjetrepubliken stiegen hingegen die Gaspreise und Liefermengen deutlich an. Der Gewinn der deutschen Tochter Gazprom Germania wurde nicht extra ausgewiesen. dpa

General Electric geht einkaufen

Boston - Nach Jahren des Sparens ist die Kriegskasse von General Electric wieder gefüllt, weshalb der Siemens-Konkurrent auf Einkaufstour geht. Bis zu 30 Milliarden Dollar stünden dafür in den nächsten zwei bis drei Jahren bereit, sagte John Rice, einer von vier Vize-Chefs des Riesenkonzerns, der von Wasseraufbereitung über den Bau von Flugzeugmotoren und Turbinen bis zur Gesundheitstechnologie alles unter seinem Dach vereint. Rice nannte keine konkreten Übernahmeziele oder Bereiche, in denen sich der größte Mischkonzern der USA eine Ergänzung vorstellen könnte. rtr

Chemiebranche ist optimistisch

Frankfurt am Main - Der Aufschwung in der deutsche Chemiebranche gewinnt immer mehr an Fahrt. Nach kräftigen Umsatz- und Produktionszuwächsen im zweiten Quartal hob der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Donnerstag im Lagebericht für die Monate April bis Juni erneut seine Jahresprognose für Deutschlands viertgrößten Industriezweig an. Die Anlagen der Chemiekonzerne liefen wieder auf vollen Touren. Der VCI rechnet nun für das Gesamtjahr mit einem Produktionsanstieg um elf Prozent und einem Zuwachs des Branchenumsatzes um 18 Prozent. Zuvor war der Verband noch von einem Produktionsplus von 8,5 Prozent und von einer Ausweitung des Umsatzes um zehn Prozent ausgegangen. rtr

VW ernennt Chinabeauftragten

Wolfsburg - Europas größter Autobauer Volkswagen schafft angesichts des Booms in China die neue Funktion eines Konzernbeauftragten für Personal in China. Die Aufgabe übernimmt zum 1. Januar 2011 der 53-jährige Klaus Dierkes, der bisher Personalvorstand bei Skoda ist. Das teilte Volkswagen am Donnerstag in Wolfsburg mit. Er berichtet direkt an den neuen China-Chef Karl-Thomas Neumann. Dierkes ist seit 1984 für den Volkswagen-Konzern tätig. 2006 wurde er Personalleiter bei der Kernmarke, 2007 Generalbevollmächtigter der Volkswagen AG und im April 2008 Personalvorstand von Skoda. dpa

Allianz will im Autogeschäft zulegen München - Europas größter Versicherungskonzern Allianz hat seine Wachstumspläne im Geschäft mit den Autobauern bekräftigt. Die Beitragseinnahmen über Kooperationen mit den Herstellern sollten mittelfristig von derzeit 1,5 Milliarden auf zwei Milliarden Euro wachsen, sagte der Konzern am Donnerstag. Insgesamt kam die Allianz in der Kfz-Versicherung zuletzt auf Beitragseinnahmen von 14 Milliarden Euro. Derzeit unterhält das Unternehmen in 27 Ländern mit 25 großen Autoherstellern Kooperationen. dpaALLIANZ SE]

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