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Massive Nachwuchsprobleme

bei Ingenieuren

Deutschland hat einer Studie zufolge ein massives Nachwuchsproblem bei Ingenieuren. In keinem wichtigen Industrieland Europas rücken so wenige Ingenieure von der Universität auf den Arbeitsmarkt nach, wie aus einer kürzlich veröffentlichten Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hervorgeht. Zu wenige Frauen entscheiden sich demnach für ein Ingenieursstudium, zu wenige ausländische Absolventen bleiben im Land. Auf 1000 erwerbstätige Ingenieure kamen hierzulande 2007 laut Studie 35 Hochschulabsolventen. In Frankreich waren es 73, in Spanien 90, in Italien 147, in Polen und in Tschechien jeweils mehr als 200. Die Zahlen seien auch deshalb alarmierend, weil kein europäisches Land so sehr von gut ausgebildeten Ingenieuren abhängig sei wie Deutschland, dessen Wohlstand von den Exportbranchen Maschinenbau, Autobau oder Chemie abhänge. AFP

Statt echter Lohnerhöhung

i
mmer öfter Einmalzahlungen

Arbeitnehmer müssen sich seit Jahren immer häufiger mit Einmalzahlungen statt echten Lohnerhöhungen zufrieden geben. Im vergangenen Jahrzehnt habe eine „schleichende Verschiebung“ stattgefunden, teilte das Wirtschafts- und Sozialwirtschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Donnerstag mit. So seien bis in die 90er Jahre die Einmalzahlungen vor allem genutzt worden, um die damals meist sehr geringe Zahl an Monaten auszugleichen, die zwischen dem Auslaufen des alten Tarifvertrags und dem Beginn der vereinbarten Gehaltserhöhung lagen. Heute sei dieses Muster eher die Ausnahme. Seit 2000 seien die Zeitspannen zwischen dem Auslaufen des Vertrags und der regulären Lohnerhöhung immer länger geworden. Somit hätten Einmalzahlungen ein relativ stärkeres Gewicht erhalten. Zudem sei selbst in guten Jahren etwa jeder zehnte Vertrag ohne Ausgleich für die Zwischenmonate geschlossen worden.AFP

Auszubildende müssen oft

als Aushilfe ran

Gut jeder zehnte Lehrling muss regelmäßig Dinge tun, die nichts mit der Lehre zu tun haben. Das ergibt sich aus dem Ausbildungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Berlin. Demnach sagen 10,5 Prozent der Azubis, dass sie „häufig“ oder „immer“ Aufgaben bekommen, die nicht zur Ausbildung gehören. Etwas mehr als ein Drittel (34,4 Prozent) gibt an, nie für ausbildungsfremde Tätigkeiten eingesetzt zu werden. Nach dem Berufsbildungsgesetz ist es verboten, dass Azubis ständig Einkäufe für den Chef erledigen oder den Hund ausführen. Kaum ein Azubi aber wage es, dagegen anzugehen. Die Studie gibt die Antworten von 2588 Azubis wieder, die ihren Ausbildungsplan nach eigenen Angaben sehr gut oder gut kannten. dpa

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