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KfW-Banker werden nicht bestraft

Frankfurt am Main - Die Millionen- Überweisungspanne der Staatsbank KfW nach der Pleite der US-Bank Lehman Brothers bleibt für die zuständigen Manager ohne juristische Folgen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main stellte die Ermittlungen ein, wie die Behörde am Dienstag mitteilte. Die Strafverfolger hatten wegen des Verdachts der Untreue gegen den KfW-Vorstand und den früheren Bereichsleiter für Risikokontrolle ermittelt. Es hätten sich jedoch „weder Beweise noch Indizien dafür ergeben“, dass die Manager mit der Möglichkeit der Überweisung und dem Verlust des Geldes gerechnet hätten. Die KfW hatte am Morgen des 15. September 2008 rund 320 Millionen Euro an Lehman Brothers überwiesen, obwohl die US-Bank kurz vor der Überweisung Insolvenzantrag gestellt hatte. Das Geld ging in der Insolvenzmasse auf. dpa/AFP

Firmen brauchen mehr Personal

Berlin - Die Unternehmen in Deutschland stocken einer Umfrage zufolge im Herbst ihr Personal weiter auf. „Die Stimmung für das vierte Quartal 2010 ist positiv“, teilte der Personalvermittler Manpower am Dienstag zu seinem Arbeitsmarktbarometer mit. Elf Prozent der rund 1000 Firmen planten Neueinstellungen, vier Prozent hingegen Entlassungen. Rund acht von zehn Arbeitgebern erwarten für Oktober bis Dezember eine unveränderte Zahl ihrer Beschäftigten. rtr

Datenleck wird teuer für Schlecker

Ehingen - Das Datenleck im Internet wird für die Drogeriekette Schlecker vergleichsweise teuer: Eine „fünfstellige Anzahl“ von Online-Kunden habe den als Entschädigung gedachten Einkaufs-Gutschein im Wert von je fünf Euro bereits eingelöst, teilte ein Unternehmenssprecher mit. Ende August war bekannt geworden, dass Datensätze von 150 000 Online-Kunden im Internet zugänglich waren. Sie enthielten Vor- und Nachnamen, Adresse, E-Mail-Adresse und Kunden-Profil für Werbezwecke. Auch 7,1 Millionen E-Mail-Adressen von Newsletter-Kunden waren abrufbar. Die Daten lagen auf dem Server eines externen Dienstleisters. Ein Mainzer Internet-Unternehmer hatte das Leck durch Zufall entdeckt und öffentlich gemacht. dpa

Air Berlin gewinnt Passagiere

Frankfurt am Main - Die Ferienzeit hat Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft Air Berlin einen kräftigen Passagierzuwachs beschert. Im August stieg die Zahl der Flugreisenden um 8,7 Prozent auf gut 3,7 Millionen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Dabei profitierte die Airline vom starken Zulauf von Urlaubern. Air Berlin hat traditionell ein starkes Standbein im Ferienfluggeschäft und arbeitet mit vielen großen Reisekonzernen zusammen. Die Auslastung der Maschinen ging allerdings um 0,8 Prozentpunkte auf 83,5 Prozent zurück. An der Börse legte die Aktie von Air Berlin um gut ein Prozent zu. rtr

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