NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Unmut über neue Milliarden für HRE

Berlin - Die überraschenden neuen Staatsbürgschaften von 40 Milliarden Euro für die Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) sorgen in der Koalition für Ärger. „Ich frage mich, warum solche Nacht- und Nebelaktionen immer wieder notwendig sind“, sagte Leo Dautzenberg, finanzpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, „Handelsblatt Online“. Mittlerweile summieren sich die Staatsgarantien auf 142 Milliarden Euro. Das Finanzministerium und der staatliche Bankenrettungsfonds Soffin verteidigten die Hilfen, mit denen die HRE Altlasten in eine Abwicklungsbank auslagern soll. „Was wir hier tun, schafft die Voraussetzung dafür, dass die HRE künftig selbst zukunftsfähig ist und keiner weiteren Hilfen des Steuerzahlers und der öffentlichen Haushalte bedarf“, sagte Soffin-Chef Hannes Rehn im ZDF. Ein Sprecher von Finanzminister Wolfgang Schäuble erklärte, nun werde die HRE keine Garantien des Soffin mehr in Anspruch nehmen. dpa

Heidelberger Druckmaschinen

verdreifacht Grundkapital

Heidelberg - Die Heidelberger Druckmaschinen AG will ihr Grundkapital nahezu verdreifachen. Mit frischem Kapital von knapp 400 Millionen Euro sollen Schulden getilgt und das Eigenkapital gestärkt werden, hieß es in einer am Sonntag veröffentlichten Mitteilung. Der Bezugspreis für die neuen Aktien, die den bisherigen Anteilseignern im Verhältnis eins zu zwei angeboten werden, wurde auf 2,70 Euro festgelegt. Die neuen Aktien kosten damit weniger als die Hälfte des Schlusskurses von 6,20 Euro vom vergangenen Freitag. Die Bezugsfrist läuft vom 14. bis zum 27. September. Die Anteilseigner hatten Ende Juli grünes Licht für die Kapitalerhöhung gegeben. dpa/rtr

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben