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HRE-Zahlungen empören die Politik

Berlin - Die Millionenzahlungen an Manager der angeschlagenen Münchner Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) empören Koalition und Opposition. „Es passt nicht, zivilrechtliche Ansprüche hin oder her“, sagte der finanzpolitische Sprecher der Unions-Fraktion im Bundestag, Leo Dautzenberg (CDU), der Internetausgabe des „Handelsblatts“. Der Steuerzahler halte die Bank mit Garantien und Eigenkapital am Leben. Unionsfraktionsvize Michael Meister (CDU) sagte der „Financial Times Deutschland“, die HRE-Vorstände seien „vollkommen unsensibel“. Auch FDP und Grüne äußerten Kritik. Die Zahlungen belaufen sich insgesamt auf 25 Millionen Euro und wurden von den Managern gefordert, um gestrichene, aber zugesagte Boni zu ersetzen, erklärte die HRE. Tsp

Ramsauer lässt Bahn-Dividende offen Berlin - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hält einen Börsengang der Deutschen Bahn in dieser Legislaturperiode für unrealistisch. „Die Bahn wird nicht verramscht. Sie ist kein x-beliebiges Privatisierungsgut“, sagte er dem „Spiegel“. Angesichts der Entwicklung der Aktienmärkte sei es unwahrscheinlich, jene rund fünf bis acht Milliarden Euro zu erzielen, die das Unternehmen laut Schätzungen wert sei. Ramsauer ließ offen , ob der Staatskonzern, wie von der Regierung eingeplant, ab 2011 jährlich 500 Millionen Euro an den Bundeshaushalt abführen wird. „Ich werde die Bahn nicht kaputtsparen.“ Über die Höhe der Dividende könne aber erst nach Abschluss des Geschäftsjahres 2010 geredet werden. rtr

Siemens beginnt mit Stellenabbau

München - Siemens macht seine Ankündigung wahr und streicht zum 1. Oktober in Deutschland 2000 Stellen in der IT-Sparte Siemens IT Solutions and Services (SIS). Weltweit sollen 4200 Stellen wegfallen. Das bestätigte die Firma am Sonntag. In den vergangenen Jahren sei der Umsatz der Sparte um gut ein Viertel gesunken. Deshalb werde SIS als eigenständige Gesellschaft ausgegliedert. Die Arbeitnehmervertreter hatten die Ausgliederung des IT-Dienstleisters im August akzeptiert und einen Interessensausgleich mit dem Arbeitgeber geschlossen. SIS verlor im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 81 Millionen Euro. dpa

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