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IG Metall ruft zu Warnstreiks auf

Sprockhövel - Nach zwei ergebnislosen Tarifrunden ruft die IG Metall zu Warnstreiks in der Stahlindustrie auf. Bereits am Mittwoch sind vor Werken in Salzgitter und Dortmund Kundgebungen geplant, wie die Gewerkschaft am Montag nach einer Sitzung ihrer Tarifkommission im nordrhein-westfälischen Sprockhövel mitteilte. Die IG Metall fordert für die 85 000 Beschäftigten der Branche in NRW, Niedersachsen und Bremen sechs Prozent mehr Lohn bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber legten laut Gewerkschaft kein Angebot vor. Nach dem Auftakt am Mittwoch sind auch am Donnerstag und Freitag Proteste geplant. Verhandelt wird wieder am Mittwoch kommender Woche. AFP

Autobanken leiden unter Flaute

Hamburg - Im ersten Jahr nach der Abwrackprämie kämpfen die Banken der Autohersteller mit der schwachen Nachfrage von Privatkunden. Die Zahl der von den zwölf großen Autobanken finanzierten oder verleasten Neuwagen für Privatleute fiel im ersten Halbjahr um 45 Prozent auf 230 718, teilte der Arbeitskreis der Banken und Leasinggesellschaften der Automobilwirtschaft (AKA) am Montag mit. Der Zuwachs bei Finanzierungen für gewerbliche Kunden (plus neun Prozent) linderte den Einbruch.dpa

Griechische Lkw-Fahrer streiken

Athen - Neue Streiks der Lastwagen-Fahrer gegen die Krisenpolitik der Regierung haben das Wirtschaftsleben in Griechenland in den vergangenen Tagen massiv beeinträchtigt. Durch die Proteste rund um Athen entstehe ein „nicht abschätzbarer Schaden für Unternehmen aller Branchen“, erklärte ein griechischer Wirtschaftsverband am Montag. Die Last- und Tankwagenfahrer blockieren seit Tagen mit hunderten von Fahrzeugen wichtige Autobahnzufahrten rund um die griechische Hauptstadt. Die Kundgebungen sollen bis zum heutigen Dienstag dauern. Dann will das Parlament über die Öffnung des Transportwesens für den freien Wettbewerb entscheiden. AFP

EU will Rohstoffgeschäft regulieren

Paris - Die neuen Regeln der EU-Kommission zur Kontrolle der Finanzmärkte sollen auch das Geschäft mit Rohstoffen umfassen. Das geht aus einem Redetext von Binnenmarktkommissar Michel Barnier hervor, der am Montag verbreitet wurde. Nach den bislang bekannten Plänen Barniers könnten künftig Leerverkäufe von Aktien oder Anleihen zeitweise verboten werden. Zugleich sollen die Gefahren des bisher schwer durchschaubaren Handels mit Derivaten entschärft werden. Ziel des Gesetzentwurfs ist es, mit strengen Regeln für spekulative Produkte die Risiken an den Finanzmärkten unter Kontrolle zu bringen. rtr

US-Arbeitsmarkt kommt nicht voran

Washington - Nach dem Ende der Wirtschaftskrise werden die USA noch lange mit hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen haben. “Es wird mindestens bis 2013 dauern, ehe die Quote wieder auf das Vorkrisenniveau sinkt“, heißt es in dem am Montag veröffentlichten Konjunkturausblick der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Die Rezession habe einen so großen Schaden angerichtet, dass der private Konsum auch “in den nächsten Jahren“ gedämpft werde. Daher drohe eine hohe Sockelarbeitslosigkeit, zumal die Zahl der Langzeitarbeitslosen steige. rtr

Einzelhandel verschmäht Fairtrade

Düsseldorf - In Deutschland haben fair gehandelte Produkte einen deutlich geringeren Marktanteil als in anderen europäischen Ländern. Nur wenige Einzelhandelsketten seien bereit, fair gehandelte Produkte breiter in ihr Angebot aufzunehmen, berichtete der Handelsverband TransFair am Montag. Seit der Einführung von Fairtrade-Produkten vor 20 Jahren habe sich der Umsatz bei den bekanntesten Produkten kaum gesteigert.dpa

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