NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Weniger Geld für schlechte Chefs



München - Unbeliebte Top-Manager müssen beim Versicherungskonzern Allianz künftig mit einen geringeren Jahresbonus rechnen. Am Mittwoch startete der Versicherer eine Befragung unter rund 108 000 Mitarbeitern, in der es unter anderem um die Führungsqualitäten der Manager geht. Die Ergebnisse sollen sich schon 2010 auf die Jahresboni der Führungskräfte auswirken. Bei den Vorstandsmitgliedern mache der Anteil von Faktoren wie Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit bis zu 25 Prozent des Jahresbonus aus, sagte Vorstandschef Michael Diekmann am Mittwoch. dpaALLIANZ SE]

Unicredit sucht neue Führung

Rom - Die Unicredit, Italiens größte Bank, sucht eine neuen Chef. Die Bank teilte am Mittwoch mit, sie nehme das Rücktrittsgesuch des 53-jährigen Alessandro Profumo an. Vorübergehend rückt der Verwaltungsratsvorsitzende Dieter Rampl – früher Chef der Münchner Hypovereinsbank – auf die Position auf. In den nächsten Wochen soll er einen Nachfolger finden. Profumo leitete 13 Jahre lang die Geschicke der Bank. In den vergangenen Monaten lieferte er sich einen Machtkampf mit Aktionären, die zuletzt eine Aufstockung des libyschen Anteils an dem Institut scharf kritisiert hatten. Derweil warnt die rechtsgerichtete Lega Nord vor einem wachsenden Einfluss Deutschlands auf die Unicredit. Deutschland dürfe die Bank nicht in die Finger bekommen, erklärte Parteichef Umberto Bossi am Mittwoch vor dem italienischen Parlament. rtr

Obama verliert Chefberater

Washington - Mitten im Kampf um die Stärkung der flauen US- Konjunktur geht der Exodus im Wirtschaftsteam von US-Präsident Barack Obama weiter. Jetzt erklärte auch Obamas ökonomischer Chefberater Lawrence Summers seinen Rücktritt. Der 55-Jährige wolle Ende des Jahres als Professor an die Universität Harvard zurückkehren, teilte das Weiße Haus mit. Mit dem Weggang verliert Obama innerhalb weniger Monate das dritte wichtige Mitglied seines Wirtschaftsstabes. US-Medien sprechen von einem schweren Schlag für den Präsidenten kurz vor den Kongresswahlen. Wirtschaftsfragen sind die Hauptthemen des diesjährigen Wahlkampfes. dpa

Greenpeace darf „Gen-Milch“ sagen Karlsruhe/Hamburg - Milch von Kühen, die gentechnisch verändertes Futter bekommen haben, darf als „Gen-Milch“ bezeichnet werden. Der Begriff sei als Schlagwort zulässig, auch wenn die Milch selbst nicht gentechnisch verändert wurde, entschied das Bundesverfassungsgericht in einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss. Die Richter wiesen damit eine Verfassungsbeschwerde des Milchprodukte-Herstellers Müller zurück. Die Umweltorganisation Greenpeace hatte die Milch-Produkte von Müller 2004 in einer Kampagne als „Gen-Milch“ bezeichnet.dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben