NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Jeder Zehnte arbeitet zu lang

Wiesbaden - Rund 3,8 Millionen Erwerbstätige in Deutschland arbeiten nach eigener Einschätzung mehr als 48 Stunden in der Woche – der gesetzlichen Obergrenze. Das geht aus einer am Dienstag in Wiesbaden vorgestellten Studie des Statistischen Bundesamtes zur Arbeitsqualität hervor. 1,7 Millionen oder 4,3 Prozent rackerten sogar im Normalfall 60 Stunden und mehr die Woche. Dabei gaben mehr männliche Führungskräfte und Selbstständige überlange Arbeitszeiten an. Fast die Hälfte der Männer überschritten die 48-Stunden- Grenze, unter den weiblichen Chefs war es nur ein Viertel.dpa

Kriminalität im Netz nimmt stark zu

Istanbul - Internetkriminalität wächst sich nach Ansicht von Experten zu einer Bedrohung der bestehenden Geschäftsmodelle aus. Verbrechen, die im oder mit dem Netz verübt werden, seien der am schnellsten zunehmende Bereich der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität, erklärten Fachleute am Dienstag in Istanbul auf dem dritten Global Economic Symposium. Nach jüngsten Schätzungen belaufen sich die jährlichen Verluste durch Internetkriminalität allein für Unternehmen auf 750 Milliarden Euro. Experten forderten einen Ausbau der internationalen Zusammenarbeit, möglichst auch mit einem Europäischen Zentrum oder mit einer internationalen Polizeiorganisation „Internetpol“ – einer Online-Version von Interpol. dpa

Großbanken machen Gewinne

Frankfurt am Main - Die zuletzt rasante Konjunkturerholung hat die Gewinne deutscher Großbanken sprudeln lassen. Nach 1,1 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum verdienten die 14 größten deutschen Institute im ersten Halbjahr 4,3 Milliarden Euro, wie die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Die 14 untersuchten Banken nutzten die wirtschaftliche Belebung vor allem, um ihre Risikovorsorge zu reduzieren – im Schnitt um 44 Prozent. Der Gewinnsprung sei zum Großteil auf ein besseres Ergebnis der Commerzbank zurückzuführen. Das teilverstaatlichte Institut erzielte im ersten Halbjahr einen Überschuss von 1,06 Milliarden Euro. dpa

Karstadt-Rettung zieht sich hin

Essen - Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg hat zwei Gläubigern für deren Blockadehaltung beim endgültigen Verkauf der Warenhauskette Erpressung vorgeworfen. Mit ihrem Einspruch gegen den Insolvenzplan für das Traditionsunternehmen verfolgten die Gläubiger „grob eigennützige Ziele“, kritisierte Görg am Dienstag in einem Schreiben. „Die beiden Beschwerden haben nach meiner festen Überzeugung keinerlei Aussicht auf Erfolg“, erklärte Görg. Er forderte die beiden Gläubiger auf, ihre Einsprüche zurückzuziehen. Nur dann könne Karstadt wie geplant Ende dieser Woche die Insolvenz verlassen. AFP

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