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Banken verlassen die Schweiz

Mailand - Italienische Banken kehren der Schweiz vermehrt den Rücken. Allein in den vergangenen 18 Monaten haben acht Finanzinstitute im italienischsprachigen Kanton Tessin ihre Türen geschlossen oder sind verkauft worden. Vier davon gehörten italienischen Banken. „Die großen italienischen Banken werden früher oder später alle weggehen und einfach zumachen oder verkaufen“, sagte der stellvertretende Verwaltungsratschef der Schweizer Privatbank PKB, Fernando Zari . Die Entwicklung ist Folge der Razzien in der italienischen Heimat wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung, geringeren Erträgen seit der Finanzkrise und strengeren Kontrollen bei der Einhaltung des Bankgeheimnisses. Vor allem im grenznahen Kanton Tessin bunkerten einige Italiener lange Zeit ihre Vermögen in einer Art Steueroase. rtr

AOL-Gründer verteidigt Middelhoff

Hamburg - Im Streit um die neue Bertelsmann-Firmenchronik erhält der frühere Konzernchef Thomas Middelhoff Unterstützung von AOL-Gründer Steve Case. „Die Ungenauigkeiten in dem Buch haben mich erstaunt. Unglücklicherweise hat niemand mit mir gesprochen. Sonst hätte ich gesagt, dass es nie ernsthafte Verhandlungen für eine Fusion zwischen AOL und Bertelsmann gab“, sagte Case dem „Spiegel“. In der Festschrift zum 175. Bestehen des Konzerns hatte Wirtschaftshistoriker Hartmut Berghoff behauptet, Middelhoff habe den inzwischen verstorbenen Bertelsmann-Patriarchen Reinhard Mohn bedrängt, einer Fusion von AOL und Bertelsmann per Aktientausch zuzustimmen, was Mohn aber abgelehnt habe.   dpa



HRE lagert Schrott komplett aus

München/Berlin   - Die milliardenschwere Auslagerung giftiger Risikopapiere der Krisenbank Hypo Real Estate (HRE) ist abgeschlossen – damit ist die „Bad Bank“ der HRE erfolgreich gestartet. Wie die Bank und der Bankenrettungsfonds Soffin am Sonntag mitteilten, wurden die Papiere komplett in die eigens gegründete FMS Wertmanagement übertragen. Den Wert der ausgelagerten Kredite, Wertpapiere und Geschäftsbereiche bezifferten HRE und Soffin auf nominal 173 Milliarden Euro. Die „Bad Bank“ ist für Papiere im Volumen von bis zu 210 Milliarden Euro ausgelegt. Die Abwicklungsanstalt FMS soll für die HRE einen geschäftlichen Neustart ermöglichen. Die Übertragung gilt als die vermutlich größte Finanztransaktion in der deutschen Geschichte.dpa

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