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Easyjet macht Millionengewinn



Berlin - Die britische Fluggesellschaft Easyjet rechnet trotz der vielen streikbedingten Ausfälle in Europa mit steigendem Gewinn für das Geschäftsjahr, das am 30. September endete. Easyjet erwarte jetzt einen Vorsteuergewinn von etwas über 150 Millionen Pfund (172 Millionen Euro), teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. In bisherigen Prognosen war von 100 bis 150 Pfund die Rede. Die Schäden durch den Vulkanausbruch im April und die jüngsten Streiks bezifferte Easyjet auf 70 Millionen Pfund, das sind fünf Millionen mehr als bisher erwartet. Detaillierte Ergebnisse will die Gesellschaft Mitte November vorlegen. kph

Neuer Manager bei der Bahn

Berlin - Die Deutsche Bahn schafft zum Jahresbeginn einen neuen Aufgabenbereich für das Sicherheits- und Qualitätsmanagement. Die Leitung wird am 1. Januar 2011 der bisherige Luftfahrtmanager Rolf-Stefan Scheible übernehmen, wie das Unternehmen am Mittwoch in Berlin mitteilte. Der 51 Jahre alte Ingenieur war 19 Jahre lang bei EADS Airbus in diversen leitenden Funktionen unter anderem für den A380 tätig. dpa

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Conti-Aufseher Koerfer will abtreten Hannover/Herzogenaurach - Continental-Aufsichtsrat Rolf Koerfer will sein Amt niederlegen. Die Schaeffler-Gruppe in Herzogenaurach, als deren Berater der 53-Jährige tätig ist, bestätigte am Mittwoch entsprechende Medienberichte. „Herr Koerfer wird sein Amt als Aufsichtsrat zur Verfügung stellen“, sagte ein Sprecher. Wann genau der Rechtsanwalt aus dem Gremium ausscheiden wird, stehe aber noch nicht fest. Koerfer ist bei vielen Conti-Aktionären und -Mitarbeitern heftig umstritten. dpa

Deutsche Auftragsbücher sind voll

Berlin - Die Auftragsbücher der deutschen Industrie haben sich im August wegen der anziehenden Nachfrage aus dem Ausland kräftiger als erwartet gefüllt. Die Bestellungen stiegen um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat, teilte das Wirtschaftsministerium am Mittwoch mit. Das ist viermal so viel wie von Analysten vorhergesagt. Damit wurde der im Juli erlittene Rückgang von 1,6 Prozent mehr als ausgebügelt. „Der Aufschwung ist intakt“, sagte der DIHK-Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Volker Treier. Während die Exportaufträge um 6,6 Prozent zulegten, schrumpfte die Nachfrage auf dem Heimatmarkt um 0,5 Prozent. rtr

IG Metall kritisiert Leiharbeitgesetz

Leipzig - Die IG Metall hat den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Leiharbeit erneut scharf kritisiert. „Dieser Gesetzentwurf ist eine Zumutung“, sagte IG Metall-Chef Berthold Huber am Mittwoch bei einem bundesweiten Arbeitstreffen von rund 300 Betriebsräten. Es fehle eine allgemeine „equal pay“-Regelung. Gleiche Bezahlung gebe es nur, wenn Beschäftigte an ihr bisheriges Unternehmen ausgeliehen wurden. „Wir fordern gleichen Lohn für gleiche Arbeit“, unterstrich Huber. Er kritisierte, die Leiharbeit sei in den vergangenen Monaten sprunghaft angestiegen. Die Leiharbeiter seien neben den Arbeitslosen zu einer zweiten industriellen Reservearmee geworden. dpa

Fusion mit Rio Tinto wackelt

Sydney - Die milliardenschwere Eisenerz-Fusion der Bergbau-Konzerne Rio Tinto und BHP Billiton steht vor dem Aus. Der Verwaltungsrat von Rio Tinto bereite den Rückzug von dem geplanten Joint-Venture vor, berichtete der „Sidney Morning Herald“. Eigentlich wollten die beiden Konzerne ihre Eisenerzgeschäfte in der westaustralischen Region Pilbara zusammenlegen – vor allem, um Kosten zu sparen. Die 2009 vereinbarte Eisenerz-Fusion in dieser Region wäre mit einem Volumen von 115 Milliarden Dollar (83 Milliarden Euro) die größte der australischen Wirtschaftsgeschichte. dpa

EU und Südkorea schaffen Zölle ab Brüssel - Die Europäische Union und Südkorea haben eine weitgehende Abschaffung von Zöllen und die Öffnung ihrer Märkte ab Mitte kommenden Jahres vereinbart. Beide Länder unterzeichneten am Mittwoch zum Auftakt eines EU-Südkorea-Gipfels in Brüssel ein entsprechendes Freihandelsabkommen. Es ist das weitestreichende, das die EU bisher mit einem Drittland geschlossen hat. Schätzungen zufolge soll es einen zusätzlichen Handel im Wert von jährlich bis zu 19 Milliarden Euro schaffen. dpa

Bauunternehmer festgenommen    

Darmstadt - Bei einem Schlag gegen Schwarzarbeit in der Baubranche hat der Zoll in mehreren Bundesländern am Mittwoch einen Betrug in Höhe von rund 17 Millionen Euro aufgedeckt. Es gebe sieben Beschuldigte aus dem Rhein-Main-Gebiet, teilte das Hauptzollamt Darmstadt mit. Gegen fünf aus der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien stammende Männer lägen Haftbefehle vor, zwei andere Verdächtige seien vorläufig festgenommen worden. „Sie meldeten ihre Arbeitnehmer gar nicht oder nur teilweise zur Sozialversicherung an“, heißt es in der Mitteilung des Zolls. Durchsucht wurden den Angaben zufolge zeitgleich 32 Firmengebäude und Wohnungen. dpaTATORT 5]

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