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Chancengleichheit durch anonyme Bewerbung wird angezweifelt



Im Rahmen der Initiative „Anonyme Bewerbung“ der Antidiskriminierungsstelle des Bundes nehmen fünf Großunternehmen wie die Deutsche Telekom in bestimmten Bereichen nur noch anonyme Bewerbungen ohne Angaben zu Nationalität, Alter, Geschlecht, Familienstand oder Name an. So sollen allein die Leistung und Qualifikation in die Entscheidung für oder wider einen Bewerber einfließen. Einer Befragung des bekanntesten privaten deutschen Online-Karriereportals Monster.de zeigt: 40 Prozent der deutschen Teilnehmer denken, dass durch anonyme Bewerbungen die unbewusste oder bewusste Diskriminierung in der ersten Bewerbungsrunde tatsächlich verhindert wird. 60 Prozent der Befragten sehen eine höhere Chancengleichheit allerdings spätestens im Bewerbungsgespräch als nicht mehr realistisch. Tsp

Bildungsgutschein interessiert vor allem Mitarbeiter kleinerer Betriebe

Vor allem Arbeitnehmer in überschaubaren Betrieben nehmen Bildungsgutscheine in Anspruch. Neun von zehn Interessenten sind in kleinen und mittleren Unternehmen beschäftigt, teilt das Bundesministerium für Bildung und Forschung in Berlin mit. Zwei Drittel derjenigen, die sich über diese Möglichkeit zur Förderung beruflicher Weiterbildung beraten lassen, sind Frauen. Drei Viertel sind Arbeitnehmer, 20 Prozent selbstständig. Mit dem Bildungsgutschein übernimmt der Staat die Hälfte der Kosten für Weiterbildungskurse oder -prüfungen. Die Höchstsumme liegt bei 500 Euro einmal pro Jahr. Informationen gibt es beim kostenlosen Bildungsprämie-Infotelefon unter 0800/262 30 00 oder im Internet unter www.bildungspraemie.info.dpa

Vier von zehn Deutschen haben betriebliche Altersvorsorge

Rund vier von zehn Deutschen haben eine betriebliche Altersvorsorge. Eine repräsentative Umfrage von TNS Emnid hat ergeben, dass im Schnitt 38 Prozent über den Arbeitgeber Geld mit Steuervorteil für den Ruhestand zurücklegen – je nach Altersgruppe sind die Zahlen unterschiedlich. Am höchsten ist der Anteil derer, die betrieblich vorsorgen, unter den 40- bis 49-Jährigen, wie die Gothaer Versicherung in Köln als Auftraggeber der Studie erläutert. Unter ihnen sorgen 52 Prozent betrieblich vor. Die Beiträge zahlt bei der betrieblichen Vorsorge der Arbeitnehmer oder das Unternehmen. In beiden Fällen gibt es Steuervorteile. dpa

Essenszuschüsse sind nicht immer sozialversicherungsfrei

Essenszuschüsse gelten unter Umständen als Arbeitsentgelt. Für solche Zuschüsse müssen dann Sozialversicherungsbeiträge entrichtet werden. Das hat das Sozialgericht Aachen entschieden (Aktenzeichen: S 6 R 113/09), wie die Deutsche Anwaltauskunft in Berlin mitteilt. Eine Ausnahme gilt nur, wenn der Betrieb entweder selbst Mahlzeiten an Mitarbeiter ausgibt oder Zuschüsse an andere Firmen leistet, die im Gegenzug die Mahlzeiten ausgeben. dpa

Ingenieur ist immer noch

ein Männerberuf

Der Beruf des Ingenieurs ist immer noch eine Männerdomäne. Nur rund jeder siebte erwerbstätige Ingenieur (15 Prozent) ist weiblich. Darauf weist das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln hin. Dabei bietet der Bereich Frauen durchaus gute Jobchancen, weil es in Deutschland zu wenige entsprechende Fachkräfte gibt. Im Juli fehlten 36 800 Ingenieure, um alle offenen Stellen zu besetzen.dpa

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