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Bald Streiks bei Air Berlin möglich



Frankfurt am Main - Mitten in der Ferienzeit drohen die Air-Berlin-Piloten mit einem Streik. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte Mitte Juli die Verhandlungen über den Manteltarifvertrag für gescheitert erklärt und daraufhin eine Urabstimmung eingeleitet. Sie laufe noch bis kommenden Montag, den 16. August, sagte ein VC-Sprecher am Montag. Ob es danach unmittelbar zu einem Ausstand kommt, ist offen. Eine Air-Berlin-Sprecherin sagte, es seien noch mehrere Verhandlungstermine mit der Gewerkschaft anberaumt. In dem Konflikt geht es um eine Angleichung der Arbeitsbedingungen bei Air Berlin und der zugekauften Tochter LTU. rtr

Verdi: „Verteilungsgier“ makaber

Berlin - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat den Vorwurf der Arbeitgeber scharf zurückgewiesen, sie fordere aus „Verteilungsgier“ höhere Löhne. Diesen Begriff hatte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser im Tagesspiegel-Interview benutzt und darauf verwiesen, dass Gewinne gebraucht würden, um die „Betriebe stabil und überlebensfähig“ zu halten. „Es war doch eine von Maßlosigkeit getriebene Ökonomie, die die Wirtschaft in die Krise getrieben hat“, sagte dazu Verdi-Chef Frank Bsirske am Montag dem Tagesspiegel. Vor Ausbruch der Krise seien die Gewinne explodiert und die Reallöhne trotzdem gesunken. Dann hätten Beschäftigte und Steuerzahler das Finanz- und Wirtschaftssystem mit ihrem Geld vor dem Zusammenbruch gerettet. „Dass Kannegiesser es wagt, vor diesem Hintergrund von ‚Verteilungsgier‘ zu sprechen, ist makaber und unakzeptabel“, sagte Bsirske. „Der Begriff taugt allenfalls zum Unwort des Jahres.“ mot

Weizenernte noch schlechter

Berlin - Die Weizenernte in Russland droht Experten zufolge wegen der anhaltenden Hitzewelle noch schlechter auszufallen als bislang angenommen. In diesem Jahr sei nur noch mit einer Ernte von 43 bis 44 Millionen Tonnen zu rechnen – vier Millionen weniger als zuvor prognostiziert, teilte das auf Landwirtschaft spezialisierte Analystenhaus Sovecon in Moskau mit. 2009 wurden noch 61,7 Millionen Tonnen eingefahren. Der Weizenpreis hatte sich zuletzt verdoppelt. rtr

Skype strebt an die Börse

New York/Luxemburg - Ein Jahr nach der Loslösung vom Auktionshaus Ebay zieht es Skype an die New Yorker Börse. Der in Luxemburg angesiedelte Anbieter für Internettelefonie machte seine Pläne am Montag öffentlich. Skype plant, in einem ersten Schritt Anteile für bis zu 100 Millionen Dollar loszuschlagen. Den genauen Zeitpunkt und weitere Details ließ die Skype S.A. vorerst offen. Skype hatte sich für Ebay als teures Vergnügen erwiesen. Die Internettelefonie erreichte nie die Bedeutung, die sich das Auktionshaus erhofft hatte. Es fielen hohe Verluste an. dpa

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